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VORWORT
Fünf von den 16 Kindern, die Maria Theresia zwischen ihrem 20. und 39. Lebensjahr zur Welt brachte, waren Söhne. Zum Unterschied von ihren Schwestern überlebten alle von ihnen das Kindesalter Ein höheres Lebensalter als die Mutter erreichten auch sie nicht. Joseph starb mit 49, Leopold mit 47, Karl Joseph mit 16, Ferdinand Karl mit ^2, Maximilian Franz mit 45. Man wurde nicht alt im 18. Jahrhundert.
Maria Theresia behandelte ihre Söhne nicht anders als ihre Töchter Sie brachte ihnen mütterliche Fürsorge, Liebe und Wohlwollen entgegen. Sie wurden allerdings besser ausgebildet, erhielten eine sorgfältigere Erziehung und einen gediegeneren Unterricht, da sie alle für eine Kegententätigkeit vorgesehen waren. Die Mutter hat das Leben der Söhne nicht nur beeinflusst, sondern bestimmt. Jeder von ihnen war im Kähmen ihrer dynastischen Vorstellungen für eine ganz bestimmte Aufgabe vorgesehen, jeder von ihnen musste die Frau heiraten, die sie aus eben diesen Überlegungen selbst aussuchte. Nur im Falle ihres Sohnes Karl, der frühzeitig starb, machte ihr der Tod einen Strich durch die Rechnung. Aber sie disponierte in diesem Fall rasch um. Maria Theresia hat ihre Söhne wie die Töchter bis in das Erwachsenenalter getadelt und gescholten, seltener gelobt. Sie nahm an ihrer Entwicklung und ihrem Schicksal interessiert Anteil, stand mit ihnen brieflich und/oder persönlich in regem Gedan-
Eine offenkundige Vorliebe für einen von ihnen, wie für Marie Christine bei ihren Töchtern, ist aus der umfangreichen Korrespondenz, die im Wesentlichen die Grundlage für dieses Buch bildet, nicht herauszulesen.
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