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ERSTES KAPITEL
Die Ehe Dr. Fritz Hartwigs mit Gita Reinhart war nach zehnjähriger Dauer etwas brüchig geworden, und hätte Fritz nicht im Jahre 1940 einrücken müssen, wäre sie viielleicht, zumindest nach dem Urteil der Außenstehenden, vollends in Brüche gegangen. Die Schuldfrage wäre in diesem Falle eindeutig geklärt gewesen. Hartwig war von einer außergewöhnlichen Lebenslust, man könnte fast sagen, von Lebensgier erfüllt. Er war geradezu fanatisch bestrebt, alles, was das Leben bot, restlos zu genießen. Mit seinem Motorrad fuhr er in einem mörderischen Tempo, er war ein ausgezeichneter Skiläufer und Bergsteiger, spielte vorzüglich Tennis und war leidenschaftlicher Tänzer.
Aber auch geistige Dinge waren ihm, abgesehen von seiner Berufsarbeit, keineswegs fremd. Aus dem humanistischen Gymnasium, das er besucht hatte, war ihm eine gewisse Neigung für alles Musische geblieben. Seine besondere Vorliebe galt allerdings der Naturwissenschaft im allgemeinen und der Botanik, Zoologie und Mineralogie im besonderen. Er