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die sonnentochterEs war vor Zeiten oder auch niemals, da lebten drei Brüder. Fleißig pflügten und säten sie auf ihrem Drei-Tagewerk-Acker. Der eine auf der linken, der zweite auf der rechten Seite, der dritte in der Mitten. Und die Saat ging auf, wie sie besser nicht hätte sein können. Das Korn wogte und wellte wie das weite Meer. Den wackeren Ackersleuten schwoll das Herz vor Glück und Freude. Da plötzlich aber ward der Himmel schwarz, düstere Wolken schoben sich zusammen, und ein Hagel schlug nieder. Die Ränder des Feldes blieben verschont, in der Mitte aber war alles Korn vernichtet, zu Boden geschlagen.Der Ackersmann sah die Frucht seiner Mühe verloren, das Herz zerbrach ihm schier im Leibe. Kein Wort drang aus seinem Munde, er seufzte nur tief, nahm seine Sichel und machte sich auf, um anderorts sein Glück zu suchen.Er wanderte und kam zu einem reichen Mann. Der besaß ein Feld, so groß, daß es hundert Tage Arbeit bedurfte, um es zu bestellen. Der Bauer sprach zum Reichen:Was gibst du mir, wenn ich dir das ganze Korn binnen eines Tages schneide?"Die Hälfte meiner Ernte geb ich dir", erwiderte der Reiche.Da machte sich unser Ackersmann ans Werk. Bis zur Mittagszeit drehte er Strohseile, um die Garben zu binden. Dann nahm er seine Sichel und begann zu mähen. Er mähte und band, mähte und band, und bis zum Abend hatte er das Feld, das hundert Tage Mühe ver-