Bővebb ismertető
Vorwort.
In wachsendem Maße hat die soziale Frage seit dem Ende des "Weltkrieges unser Volk wie auch einen großen Teil der übrigen Welt bedrückt. Trotz der Fülle ausgezeichneter Literatur über einzelne Gebiete, fehlte es an einer umfassenden Gesamtdarstellung. Vielleicht war sie nicht mögHch, da die Entwicklung zu sehr im Flusse war. Ist sie dies auch heute mehr denn je, so sind es doch die bewußt gestaltenden Kräfte, die dk Entwicklung bestimmen und den Neuaufbau des gesellschaftlich-kulturellen Lebens bereits eingeleitet haben. Wenn je, so ist daher jetzt die Stunde der christlichen Soz^alreform. "ihrer ganzen Tradition, so wie sie namentlich in den sozialen Rundschreiben Leos XIII. und Pius' XL zum Ausdruck kommt, weiß sich dieses Buch verbunden, wenn es die Maßstäbe darlegt, an denen das Bestehende gemessen und nach denen der Neuaufbau vollzogen werden soll. Ist dabei auch wohl keine wichtige Frage außer acht geblieben, so war doch von vornherein eine gewisse Beschränkung notwendig, sollte einem weiteren Kreise jener, die an der Neuordnung von Gesellschaft und Kultur Anteil haben wollen, ein handliches Kompendium als Einführung geboten werden. Verhältnismäßig kurz war der Sozialismus
zu behandeln, doch durfte er nicht übergangen werden, da seine geistige "Wirklichkeit genau so wenig überwunden ist wie die libera listische; vor allem war es notwendig zu zeigen, welchen Spuren die neue Sinngebung des Sozialismus auf keinen Fall folgen darf. Als Sozialismus kommen denn auch nur die sozialistischen Ideen selbst zur Darstellung, während alles, was im Sozialismus nur Kapitalismuskritik war, im Zusammenhang mit dieser erörtert wird. In der Kapitalismuskritik nimmt die "Wirtschaft naturgemäß einen breiten Raum ein. Stehen heute auch staats- und verfassungsrechtliche Fragen im Vordergrund der öffentlichen Aussprache, so dürfte doch sehr bald die "Wirtschaft wieder viel stärker hervortreten. Die Fragestellungen des Buches betreffen vor allem Mitteleuropa, ohne sich indessen ausschließlich darauf zu beschränken.
Möge dem Buche gegeben sein, mitzuhelfen am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, staatlichen und kulturellen Aufbauwerk dieser Zeit!
Wien, 12. September 1933.
Johannes Meßner.