Bővebb ismertető
Prolog
Still und starr liegen sie in ihren Betten, wie gemeißelte Figuren auf einem Grabmal: ein Mann, ein Mädchen und ein Junge, alle drei zusammen in dem einen weißen Raum. Neben jedem Bett piept in Abständen ein Apparat, während eine wellenförmige Lichtkurve über einen runden Bildschirm läuft.
Leute kommen und gehen: Ärzte überprüfen Tabellen, Krankenschwestern wechseln Infusionen aus und lesen Werte ab, Besucher kommen und sitzen da, ohne sich anzusehen. Eine weißhaarige alte Frau, ganz in Schwarz, hockt neben dem Bett des Jungen und betet ihren Rosenkranz. Einer der Ärzte versucht immer wieder, jemanden telefonisch zu erreichen, anscheinend ohne Erfolg.
Tage vergehen. Die Sonne scheint in den großen, luftigen Raum. Die Fenster stehen offen, damit der Duft des Gartens und die frische Sommerluft hereinkommen können. Eine dicke Fliege brummt ins Zimmer, torkelt hoch oben nahe der Decke herum und fliegt brummend wieder hinaus.
Bewegungslos liegen sie da, alle drei in dem einen weißen Raum, wie gemeißelte Steinfiguren, still und starr. Eine Frau kommt herein und schwenkt triumphierend einen Zettel mit einer Nummer darauf, den sie dem Mann im weißen Kittel übergibt. Er greift zum Telefon, zögert, um sein Gesicht zu entspannen: ein berufsmäßiger Überbringer schlechter Nachrichten.
7