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Vorbemerkung
Die Reise, von der dieses Buch erzählt, ist schon lange her. Sie wurde in der ersten Hälfte des Jahres /9J9 ausgeführt, also in einer Zeit, die mit allen ihren Kräften und Ahnungen einer neuen Gestalt zustrebte. Seitdem ist diese Gestalt hell sichtbar geworden, und manches, was auf den folgenden Seiten verzeichnet wurde, ist nun bedeutungslos, weil die Ereignisse es widerlegt oder es selbstverständlich gemacht haben. Der Leser wird sich mit einigem Wohlwollen zwischen dem Ueberholten und dem Unverwirklichten leicht zurechtfinden und die Ursprünglichkeit der ersten Niederschrift einer nachträglichen Anpassung an die für Europa so gewaltige Gegenwart vorziehen. Asien ist weit von uns, Japan noch weiter. Und wie sehr Japan dem Geschehen in Europa auch zu folgen versteht, so gehorcht es doch einem eigenen Schicksalsspruch, dessen Worte für uns dunkel sind und dessen Sinn wie das unbestimmte Licht sehr ferner Sterne nur manchmal auf unseren Pfad fällt. Kein Vergleich und keines unserer Maße wird diesem sowohl blumenhaften wie stählernen Lande gerecht. Wie gründlich man auch seine Textilwerke, seine Schiffswerften, seine Geschäftsviertel und sonstigen Zeugnisse seiner europäisch gekleideten Gegenwart betrachtet haben mag, nie wird man ganz frei von dem Gefühl, eine Traumwelt durchwandert, einen Travim erlebt und Traumluft geatmet zu haben. Denn es ist ja nicht bewiesen, daß alle Träume aus flüchtigem und entweichendem Stoff gemacht sein müssen.
Sonne, Nacht, Regen und Wind gehen über jedes von Gott geschaffene Land hinweg, wie Lächeln und Schmerzschatten jedes Menschengesicht heimsuchen. Innere und äußere Landschaft, innere und äußere Witterung sind