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PROLOGSie würde es nicht schaffen. Nicht einmal das: ihre Flucht.Sie beobachtete sich selbst aus einer eingebildeten Perspektive von oben und sah eine Frau mit ungekämmten Haaren, die panisch durch einen nächtlichen Bergwald stolperte. Sie hielt einen Augenblick inne, gelähmt vor Scham darüber, dass sie die Angst nicht abstellen konnte. Ich hasse mich, dachte sie, und diese Formulierung, vertraut wie ein Mantra, beruhigte sie für Sekunden. Ihre Knie zitterten, ihre Zähne schlugen aufeinander, aber sie konnte wieder atmen ohne zu keuchen. Sie holte tief Luft und hob den Kopf.Die kleine Lichtung vor ihr schimmerte im weißen Mondlicht. Unmöglich, sich hier zu orientieren. Sie sah auf eine Landschaft aus Schattenrissen, die vielleicht Felsen darstellten oder Erdhügel voller Gestrüpp. Sie legte den Kopf in den Nacken. In ihre Augen brannte sich das kalte Feuer des Vollmonds. Vielleicht lag es an der herbstlich klaren Bergluft, dass sie ihn ohne jede romantische Assoziation plötzlich als das wahrnahm, was er wirklich war: ein toter Planet, der in Abhängigkeit eines anderen Planeten auf ewig vorgegebener Bahn durch das Weltall raste Der Mond ist kein Planet. Der Mond ist ein Trabant. Du bringst auch alles durcheinander.Sie schloss die Augen, sank in die Hocke, und alles wurde