Bővebb ismertető
D.'a kommt schon wieder einer, sagte Gerti Denzler, die Frau des Bürgermeisters von Wurnau, und kniff die Augen leicht zusammen, als ihr Blick den Kleintransporter verfolgte, der durchs Dorf rollte. Jaja, die Fallsteiner haben's schon immer verstanden, aus Mist Geld zu machen.Also, schmecken tut er, der Käs, wagte Kreszenz Udelhofen einzuwenden. Damals, als die Fallsteinbäuerin noch gelebt hat, hat sie mir manchmal ein Stückerl vom Käs gegeben, und ich muß sagen, ich gäb was drum, wenn ich wüßt, wie sie den Käs herstellen.Die Denzlerin warf ihrer Nachbarin einen vernichtenden Blick zu, denn sie haßte es, wenn irgend etwas gelobt vmrde, das im Zusammenhang mit den Fallsteinern stand. Dieser Name war ihr noch heute ein Dorn im Auge, doch warum, das wußte nur sie.Käs ist Käs, erwiderte die Frau des Bürgermeisters abfällig.Die Kreszenz warf ihrer Nachbarin einen seltsamen Blick zu. Sie kannten sich schon von Kindesbeinen an, und die schlechteste war die Gerti bestimmt nicht, aber an den Fallsteinern ließ sie kein gutes Haar.Bio-Käs! rief Gerti gehässig. Daß ich net lach! Unsere Küh fressen doch alle das gleiche Gras. Anzeigen müßt man die Person!Diese Person war Angelika Fallstein, die von allen nur Geli genannt wurde. Doch seit einigen Jahren, seit der Geburt ihrer unehelichen Tochter, nannte man Geli auch die Stolze vom Salmjoch, denn sie zeigte trotz der Schande des unehelichen Kindes keine Reue, ging nach wie vor mit hocherhobenem Blick durchs Dorf.Motorengeräusch klang auf, und in schönem Gleichmaß gingen die Köpfe der Frauen in diese Richtung. Und wieder rollte ein Kleintransporter an ihnen vorbei, der die Aufschrift eines Feinkostgeschäftes aus der Kreisstadt trug.Das kann man ja net mehr mit ansehen, zischte Gerti, wandte sich um und betrat den Metzgerladen, dessen Inhaber ihr Bruder war.Kreszenz Udelhofen seufzte, als sie den Blick aufs Salmjoch