Bővebb ismertető
Vor der Gangway des englischen Frachters, der nahe der Ölpier im Hafen von Antwerpen vertäut lag, verhielt Knut Westergaard seinen Schritt. Er blickte zur »City of Hull« empor, Zweifel überfielen ihn. Plötzlich, zwar nicht zum erstenmal, doch nie so stark wie in diesem Augenblick, kam ihm die bittere Erkenntnis, in den vergangenen neun Monaten einem Phantom nachgejagt zu sein. Nichts hatte er erreicht, nicht die kleinste Spur von seinem Bruder gefunden. In vielen Hafenstädten Asiens, Afrikas und Europas war er an Bord ungezählter Schiffe gewesen und hatte die Besatzungen befragt, doch stets nur verneinende Antworten erhalten. Niemand wußte etwas, niemand hatte den Bruder gekannt oder je von ihm gehört. Lohnte es, so fragte er sich resigniert, vom vergeblichen Umherlaufen müde und erschöpft, auch noch mit den Männern der »City of Hull« zu reden? Höchstwahrscheinlich wußten sie ebenso wenig wie die Seeleute der fünf anderen Frachter, auf denen er an diesem Tag hier in Antwerpen bereits Erkundungen einzuziehen versucht hatte.
Knut Westergaard atmete tief. Seine Stirn überzogen unzählige Furchen, und um seine Lippen spielte ein mutloses Lächeln. Von Anfang an war er überzeugt gewesen, daß es nicht leicht sein würde, eine Spur von Ole zu entdecken. Er hatte sich bemüht, zielstrebig vorzugehen, sich nur auf jene Schiffe zu konzentrieren, die vor einem Jahr Häfen in der Republik Südafrika angelaufen oder zwischen Afrika und Asien verkehrt hatten. Doch bald merkte er, daß ihm nur ein glücklicher Zufall weiterhelfen konnte. Das Meer war unendlich groß und weit, und unter den Zehntausenden von