Bővebb ismertető
EINLEITUNGUnter Technik des Klavierspiels versteht man die Gesamtheit jener Bewegungen, die demPianisten zur Verwirklichung seiner musikalischen Vorstellungen zur Verfügung stehen. Die Lö-sung der technischen Probleme steht also im Dienste der musikalischen Vorstellung und ist vondieser nicht zu trennen.Für das Klavierspiel gelten die allgemeinen Bewegungsgesetze genau so wie für unsere son-stige Tätigkeit. Bei der Analyse der Klaviertechnik müssen wir daher nicht nur musikalischeGesichtspunkte beachten (obgleich diese die entscheidenden sind), sondern auch die allgemeinenBewegungsgesetze, denen der menschliche Körper unterliegt, zur Geltung bringen. Das ermöglichtuns, unsere musikalischen Vorstellungen mit den einfachsten und daher natürlichsten Bewe-gungen zu verwirklichen.Um die Gesetzmässigkeiten feststellen zu können, müssen wir die unmittelbaren Zusam-menhänge zwischen Bewegung und hervorgerufenem Ton genau ergründen.Als Ausgangspunkt diene:die Untersuchung der Klangfarbenmöglichkeiten des Klaviers und der Eigenheiten seinesMechanismus,die Kenntnis der anatomischen Gegebenheiten,eine Analyse der allgemeinen Spielpraxis mit besonderer Berücksichtigung des Spiels hervor-ragender Vortragskünstler.Die Anwendung der Gesetzmässigkeiten wird durch die Ergebnisse der Pawlowschen Reflex-lehre erleichtert, da die günstigsten Voraussetzungen zur Assoziation von Klangvorstellung undBewegung auf dieser Grundlage festgestellt werden können.Im vorliegenden Buch versuchte ich als Ergebnis 20jährigen Experimentierens undMaterialsammelns , das gesamte Gebiet der Klaviertechnik in ein System zusammenzufassen.Bei der Grösse und Vielfältigkeit des Gegenstandes musste ich mich mit der Aufstellung vonThesen und deren engbemessener Beweiserbringung begnügen, ohne eine Besprechung der Ein-zelheiten vornehmen zu können. So war es auch nicht möglich, die Abweichungen, die zwischenden von mir festgelegten Sätzen und den bisher bekannten methodischen Definitionen bestehen,zu analysieren.Da das vorliegende Werk den Charakter eines Handbuches trägt, ist es nicht möglich, alleFragen ausführlich zu besprechen, obwohl es kaum ein Gebiet der Technik gibt, über das nichtBände geschrieben werden könnten. Ich hoffe aber, dass das Buch auch in dieser Form zur Weiter-entwicklung der pädagogischen Arbeit beitragen wird und den Pianisten gleichzeitig zur Aneig-nung jener Spieltechnik verhilft, die für den Ausdruck ihrer musikalischen Vorstellungen erfor-derlich ist.