Bővebb ismertető
Die Forschung der Blutgerinnung hat im letzten Dezennium erheblich an allgemeinem Interesse zugenommen, nachdem sie zuvor jahrzehntelang eher bescheiden im Hintergrunde stand und nur von einzelnen nanihaften Forschern weitergeführt und gefördert wurde. Der klassischen Blutlehre Alexander Schmidts machte nach anfánglicher allgemeiner Anerkennung die kolloidchemische Theorie eine Zeitspanne lang den Yorrang streitig, um dann ihrerseits wieder etwas in den Hintergrund zu treten. Heute wendet man sich wieder der ursprünglichen klassischen Lehre zu, nachdem es sich erwiesen hat, daB trotz allén Anfechtungen einzelne Thesen immer noch zu Recht bestehen und wohl auch weiterbestehen werden. An die A. Schmidt sche Lehre der Blutgerinnung anlehnend, machen sich heute zwei groBe Richtungen den Rang streitig, die plasmatische und die zellulare Theorie. Die Anhanger der plasmatischen Theorie suchen die Yorgánge der Gerinnung auf dem Wege der physiologischen Chemie durch die Untersuchung in vitro zu erklaren, die Verfechter der zellularen Theorie ziehen auch das biologische Verhalten der Gewebszellen, vornehmlich der Thrombozyten dazu heran. Wahrend die Anhanger der plasmatischen Theorie die Blutpláttchen als Gerinnungsfaktor nicht anerkennen, schreibt die zellulare Theorie der dritten Zelle des Blutes eine groBe Rolle beim Gerinnungsvorgang zu. Wir glauben, nicht irre zu gehen, wenn wir annehmen, daB ein Teil der divergierenden Auffassungen durch Unzulánglichkeiten der Untersuchungstechnik zu erklaren sind. Der allgemein iibliche Zusatz einer gerinnungshemmenden Substanz und der nachtraglichen Rekalzifierung setzt das Blut unphysiologischen Reaktionen aus, welche das auBerst empfindliche Gerinnungsgeschehen störend beeinflussen können. Auch der Zusatz von Gewebsextrakten und anderer Substanzen dürfte sich im Sinne einer unphysiologischen Beeinflussung des Gerinnungsvorganges auswirken und infolgedessen zu divergierenden Deutungen führen. Andererseits wird bei der Untersuchung der Gerinnung dem Thrombosevorgang zu wenig