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Ein Abend in Taif
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Stolze, kupferne Berge, herrlich frische Luft in 1 800 Meter Höhe ragen die Kristallsäulen des Massarah mit seinen Gartenterrassen am Rande der stillen Ortschaft in den Himmel.
Etwas weiter, an der Wüstenautobahn, steigt der modernste Höhenflughafen der Welt aus der ersten Dämmerung des Sommers 1980 auf. Die Pistenbeleuchtung wird eingeschaltet. Die vier Buchstaben in arabischer Schrift leuchten auf: TAIF.
Nebeneinander landen zehn Privatjets: Sie gehören den Erdölministern. Vor jeder Maschine hält eine Limousine und fährt sofort wieder weiter.
Zwei Offiziere in leichter beiger Uniform mit den gekreuzten grünen Säbeln des arabischen Königreichs an den Schultern geleiten sie auf ihren schweren Motorrädern über die neue dreispurige Straße, die in das 15 km entfernte Taif führt.
Die Kolonne dringt in das Tal zwischen den majestätischen Bergen ein, die die Sonne nun in Bronze taucht, fährt an den beiden Minaretten, von denen der Ruf zum Abendgebet erschallt, vorbei und durch das Dorf, das sich seit dem Beginn des Jahrhunderts, als hier Saud der Große im Kampfe getötet wurde, kaum verändert hat. Es geht über die Autobahn in Richtung Djidda, Mekka und Rotes Meer weiter.
Die kleine Steinmauer, vor der jede Abteilung der Eskorte einen Augenblick haltmacht, ist der letzte Überrest jener Hirtenhütte, die dem Propheten Moham-
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