Bővebb ismertető
I. Einleitung — Ziel der Arbeit
A. Definition
In der vorliegenden Arbeit bezeichnen wir als ,,arteriovenöse Angiome" (av. A.)
angeborene Gefäßmißbildungen, bei denen das normale Kapillarbett durch einen
Knäuel abnormer, geschlängelter Gefäße ersetzt ist. Diese Gefäße haben ein sehr
variierendes Kaliber und zeigen im mikroskopischen Bild sehr unterschiedliche Struk-
turen der Gefäßwand. Sie verursachen einen arteriovenösen Kurzschluß, durch den
das arterielle Blut auf mehr oder weniger direktem Wege in die venösen Abflüsse
gelangt. Diese pathologische Funktion führt zu einer chronischen Zirkulationsstö-
rung mit der bekannten Auswirkung auf die benachbarten Hirnbezirke, bzw. die
Hemisphäre (tönnis, 1936). Somit entsprechen sie weitgehend dem ,,Aneurysma
arter iovenosuin1 nach bergstrand (bergstrand, olivecrona und tönnis, 1936)
oder dem ,,angiomatous arteriovenosous aneurysm" nach ladenheim (olivecrona
und ladenheim, 1957). Nähere Einzelheiten über die histopathologische Klassi-
fikation solcher Mißbildungen gehen über den Rahmen dieser Arbeit hinaus und sind
schon häufig in der Literatur diskutiert worden (vlrchow, 1863; cushing und Bai-
ley, 1928; Dandy, 1945; Pluvinage, 1948; Manueldis, 1950; van Bogaert, 1950;
zülch, 1956; Hamby, 1957).
B. Historischer Überblick
Das erste intrakraniell gelegene av. A. wurde 1895 von steinheil beschrieben. Es
war ein Sektionsbefund. Später wurde über eine Reihe solcher Mißbildungen von
verschiedenen Autoren (kalischer, 1897; Hoffmann, 1898; Oliver und William -
son, 1898; Struppler, 1900; Kalischer, 1901; Schmidt, 1905; Cassierer und
mühsam, 1911; Castex und Bolo, 1914 u. a.) berichtet. Bereits 1906 sammelte La-
villette 17 Fälle in der Literatur und fügte einen persönlichen Fall hinzu. Zu
bemerken ist, daß alle diese Fälle entweder Sektionsbefunde waren, oder operativ
bei der Suche nach einem Hirntumor gefunden wurden. Sie fanden im wesentlichen
nur das Interesse der Pathologen.
Erst 1912 wurde von isenschmid zum ersten Male ein Fall klinisch diagnostiziert,
der 15 Jahre später von herzog (1927) bei der Sektion verifiziert werden konnte.
Von diesem Zeitpunkt an wurden von klinischer Seite allmählich mehr Fälle bekannt,
und das klinische Interesse wurde geweckt.
Zu dieser Zeit war man sich über die eigentliche Genese und Pathophysiologie
dieser Gefäßanomalien noch nicht im klaren. Beweis ciafür sind die verschiedensten
Theorien sowie die große Reihe der von den einzelnen Verfassern angewandten Na-
men und Klassifikationen. Erst auf Grund eingehender Forschungen auf dem Gebiete
der Embryologie (streeter, 1918) wurden sie endgültig als kongenital erkannt.