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Er nannte sich »Sam Wayne«, doch er hieß - Pad Lariat. Und von Fad Lariat erzähhe man sich nah und fem, daß er bestimmt ein Dutzend Kerben an seinen ahen Revolvern haben müsse. Wenn sein Name irgendwo im Land genannt wurde imd man über seine Taten sprach, dachte man an den-leidenschaftlichen, blitzschnellen Revolvermann, den man insgeheim »Tiger Lariat«, genannt hatte. Vor Jahren war er das. Vor zwanzig Jahren!
Die Blicke des Alten lösten sich vom femen Horizont, der von der gewaltigen Prärie und dem Himmel geschaffen wurde. Seine Augen trafen sich mit denen Guy Hardins. Dann lächelte er spöttisch und sagte:
»Allan Sutton? Die Kojoten der Sono-ra-Weide vermögen es dir in die Ohren zu kläffen, daß King Allan Sutton seit zwanzig Jahren tot ist. Viele haben nach ihm gefragt und geforscht, aber ebenso viele habe ich an sein Grab geführt. Willst du es auch sehen, junger Freund?« Er deutete mit seiner knochigen Hand zur Seite, zu einer Reihe alter Walnußbäume hin, unter deren Kronen lichte Schatten lagen. »Die Gräber der Suttens
hegen dort drüben am Hügelhang. Zounds, Staatenreiter besuchten sie schon, Texas Ranger und andere, die den blanken Orden tragen! Natürlich, sie alle interessieren sich nur für ein Grab, für das von Allan Sutton!«
Guy Hardins Gesicht war vom Staub der Prärie gezeichnet. Er fuhr sich langsam mit dem Handrücken über den Mund, dann sagte er mit einem Schulterzucken:
»Sie haben es geglaubt und sind wieder fortgeritten, Fad Lariat! Ich aber . . .!«
»Ich heiße Sam Wayne, mein junger Freund«, unterbrach der Alte ihn gelassen, »Sam Wayne, wenn's beliebt! Selbst die Ochsenfrösche im Angela und Draw und Devils River brüllen meinen Namen: Sam Wayne.«
Links von ihm war ein verfallenes Adobelehm-Gebäude. Das Dach war eingesunken, und einige verwitterte Balken ragten über das Gemäuer hinweg gegen den fahlblauen Himmel. Wohl ein halbes Dutzend solcher Gebäude hatte er, Guy Hardin, schon gesehen, und er wußte, daß dies die alte und berühmte, aber auch zerbrochene Sutton-Ranch war