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ERSTES KAPITEL I Macht Schluß!" Erwin verstand die Worte, obwohl sie der Hauptmann nur knurrte. Er begriff, daß sein Ende bevorstand. Als gestern die weißen Garden den Marstall gestürmt hatten, war ihm sein eigener Tod noch unfaßbar erschienen. Er war zwar gewohnt, mit dem Tod zu rechnen, seit er sich gleich 19x4 als halber Junge freiwillig gemeldet hatte. Damals versprach die Armee mehr als die eigene verwaiste, elende Jugend. Lieber in einer Uniform stecken, als in dem kläglichen Kittel der Müllabfuhr von Berlin; elender Arbeitsplatz, den ihm der Onkel verschafft hatte, weil er ihn nicht länger ernähren und auch nicht das Geld für eine Lehrstelle ausgeben wollte. Das Echo tönte noch zweimal aus seinem Innern oder zwischen den Zähnen des Hauptmanns: Schluß! Schluß! - Damals war die Armee für ihn alles in einem gewesen: Mutter, Heimat und Zuflucht. Er hatte die Worte Ehre und Vaterland genau so bereitwillig angenommen wie die Waffen; plötzlich war er, der Knirps, den man nur geduldet oder geprügelt oder vergessen hatte, zu großen Dingen bestimmt. Nach den ersten Anfällen physischer Angst war ihm die Todesdrohung natürlich geworden, wie allen Menschen auf Erden, die allesamt wissen, daß sie einmal sterben müssen, ohne sich dauernd durch diese Voraussicht stören zu lassen. Aber sein echtes Leben hatte genaugenommen im Dezember 1916 begonnen. Damals war ihm das erste Flugblatt im Schützengraben in die Hände gefallen. Seit diesen Tagen werden keine drei Jahre mehr vergangen sein, wenn macht Schluß" wirklich das Ende bedeutete. Er konnte den dünnen schaumigen Schwärm