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VORWORT
Der Dichter der Tragödie des Menschen, Imre Madách, gehört zu den größten Gestalten, die Ungarn der Weltliteratur geschenkt hat. Welch erstaunlich reiche Saat ging da auf dem Brachfeld einer politisch unterdrückten, wirtschaftlich verarmten Nation auf: Im Januar des Jahres 1823 wurden Petőfi und Madách, und zwei Jahre später wurde Jókai geboren.
Imre Madách stammte aus einer oberungarischen Gutsbesitzerfamilie. Er absolvierte die Universität und erwarb sich eine gründliche und umfassende Bildung. Dichterische Versuche, die von seiner späteren Größe noch nicht viel verraten, reichen bis in die frühe Jugend zurück. Der Tradition entsprechend, bekleidete er einige ehrenamtliche Stellen bei der Komitatsbehörde seiner engeren Heimat. Nach dem Freiheitskrieg von 1848-1849 wurde er, weil er einem Verfolgten Zuflucht gewährt hatte, eingekerkert. Während der Gefangenschaft ging seine Ehe in die Brüche, und das wirkte sich für sein ganzes Leben auf sein Gemüt aus. Die dunkelsten Jahre der nach der mißglückten Revolution eingesetzten Gewaltherrschaft verbrachte er zurückgezogen auf seinem Gut mit seinen Büchern und Schriften. Im Jähre 1860, als sich die Habsburger-Dynastie zu einem Versuch der Wiederherstellung des konstitutionellen Le-
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