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Vorwort
Die Erforschung der österreichischen Zeitgeschichte im Allgemeinen und der Entwicklung der österreichischen Sicherheitspolitik im Besonderen weist für die Zeit nach 1945 immer noch gravierende Lücken auf. Mit wissenschafdichen Tagungen, Vorträgen und der Beteiligung an einschlägigen Forschungsprojekten wird seit geraumer Zeit versucht, diesen Zustand zu ändern und - gerade in der Verbindung zwischen Forschungen in Osterreich und im Ausland, angereichert durch die Eindrücke von Zeitzeugen - ein möglichst umfassendes und objektives Bild der Entwicklung der österreichischen Sicherheitspolitik zu zeichnen. Daraus resultierte im Jahre 2000 ein erster Beitragsband: Österreich im fi-iihen Kalten Krieg Spione, Partisanen,
Kriegspläne, im Böhlau Verlag als Publikation des damaligen Militärwissenschaftlichen Büros des Bundesministeriums für Landesverteidigung. Seither wurde die Forschungsabteilung dieser Dienststelle (die inzwischen zum Büro für Sicherheitspolitik umstrukturiert wurde) als Fachbereich Zeitgeschichte an die Landesverteidigungsakademie Wien transferiert, wo sie zum Instimt für Strategie und Sicherheitspolitik gehört.
Der im Jahre 2000 erschienene Band wurde von Kritik und Rezensenten erfreulich positiv aufgenommen, zugleich aber das Ausklammern der Ungarnkrise 1956 bedauert (so z. B. von Bruno Thoß in seiner Besprechung in der Militärgeschichtlichen Zeitschrift). Mit der vorliegenden Publikation soll dies wettgemacht werden.
Die meisten Beiträge gehen auf ein Symposion zurück, das die Landesverteidi-gimgsakademie Wien im Oktober 2001 mit Unterstützung der Ersten Bank veranstaltete; zwei Aufsätze wurden eigens für diesen Band verfasst. Die schriftlichen Beiträge wurden im Laufe des Jahres 2002 verfasst und redigiert. Sie sollen ein umfassendes Bild von den Ereignissen im Spätherbst 1956 geben, von den revolutionären Ereignissen in Ungarn über die historischen und internationalen Rahmenbedingungen bis hin zur Rolle Österreichs und dem - ersten - Einsatz des eben erst in Aufstellung befindHchen Bundesheeres, das damals seine erste Bewährungsprobe glänzend bestand.
Wie immer ist es mir als Herausgeber eine besondere Freude, all jenen zu danken, die diese Publikation ermöglicht haben. Da sind zuerst die Autoren zu nennen sowie alle jene Fachkollegen, Archivare und Bibliothekare, ohne deren Unterstützung wissenschaftliche Arbeit nicht möglich wäre. Ein derartiges Vorhaben wäre aber auch nicht durchführbar ohne die tatkräftige und verständnisvolle Unterstützung der jeweiligen Vorgesetzten - im vorliegenden Fall möchte ich hier vor allem Sektionschef Hon.-Prof DDr. Erich Reiter, die Generale Ernest König und Raimund Schittenhelm sowie insbesondere den Institutsleiter Hofrat Dr. Rudolf Hecht nennen - und aller übrigen Kollegen, Freunde und Mitarbeiter. Brigadier Dr. Wolfgang Schneider und