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Jesus
Alle Schriften des Neuen Testaments reden von Jesus von Nazaret. Ohne ihn wäre keines der Evangelien und keiner der urchristlichen Briefe abgefaßt worden. Aber keine Zeile ist überliefert, die er selbst aufgezeichnet hat. Alles, was wir von ihm wissen, wurde von anderen Menschen aufgeschrieben, die durch ihn so stark beeindruckt wurden, daß sie ihm folgten. Wer ist dieser Mann? Was wird von ihm berichtet? Was wissen wir von der Welt, in der er lebte?
Herkunft und Sprache des Mannes aus Nazaret
Er trug einen biblischen Namen, hebräisch Josua - das heißt: Der Herr hilft-wurde in griechischer Umgebung als Jesus wiedergegeben. Er stammte aus Nazaret, einem kleinen, abgelegenen Dorf in Galiläa. Der Norden Palästinas war zwar altes israelitisches Siedlungsgebiet. Doch seit Jahrhunderten lebten auch griechische Händler und Kaufleute im Land. So gab es in Galiläa Siedlungen mit Menschen griechischer Sprache und andere mit Juden, die aramäisch redeten. Das Hebräische, die Sprache der Bibel, wurde im täglichen Umgang kaum benutzt. Nur die Schriftgelehrten redeten hebräisch, wenn sie über die Bedeutung einzelner Bibelworte oft lange Diskussionen führten. Jesus hat Aramäisch als seine Muttersprache gesprochen, er wird aber das Hebräische von früh auf in der Synagoge gehört haben und daher auch mit der Sprache der Bibel vertraut gewesen sein. Vermuthch hat er auch so viel Griechisch verstanden, daß er sich mit griechisch redenden Menschen unterhalten konnte. Er stammte aus einer rein jüdischen Famihe. Auf den kargen Höhen Galiläas hatten sich griechische Siedler nicht niedergelassen. Sie bevorzugten die fruchtbaren Ebenen und die Küste des Landes. Im unwegsamen Bergland dagegen hatte sich die Jahrhunderte hindurch rein jüdische Bevölkerung erhalten. Als Jude wuchs Jesus in jüdischer Umgebung auf und lernte er von Kindheit an die Schrift lesen und erklären.