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Der 2. Weltkrieg Autoren als Augenzeugen
Vor 30 Jahren brach der Zweite Weltkrieg aus -Anlaß genug, sich diese Zeit mit allen individuellen und politischen Katastrophen neu zu vergegenwärtigen. Aus der Vielfalt der Bewältigungsliteratur haben wir jene Zeugnisse ausgesucht, die in der damaligen Kritik literarische Weltgeltung erlangten und in Millionenauflagen gedruckt wurden. Einzelne Schicksale in existenz-tiellen Nöten und lebensgefährlichen Situationen vor, während und nach dem Krieg zeigen exemplarisch die Möglichkeiten auf, wie Menschen in Ausnahme Situationen reagieren können. Als Chronisten ihrer Zeit führen Autoren unterschiedlichste Welten vor Augen und schildern mögliche Auswege. Heroisch-kämpferi-sche Naturen versuchen, sich mit ihren Idealen gegen sinnlose und selbstmörderische Einsätze zu behaupten. Die politisch propagierten Parolen und der Ruhm, fürs Vaterland zu sterben, sind dem nackten Kampf ums Überleben gewichen; soldatische Tugenden, Kameradschaftsgeist und christliche Nächstenliebe in einer wahnsinnig gewordenen Welt der Materialschlachten garantieren die letzten Formen von individueller Moral und Integrität und bieten die einzigen Chancen, diese Zeit nicht nur physisch zu überleben. Jenseits jeder Verherrlichung des Krieges sind diese Bücher »Anti-Kriegsbücher«, die gerade in Zeiten politischer Planspiele des Auf-, Ab- und Wettrüstens zugunsten des Wirtschaftsfaktors Waffenindustrie verdienen, wieder gelesen zu werden, weil sie das tatsächlich erlebte Grauen aufzeigen.
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