Bővebb ismertető
Im dunklen Theatersaal. Vorn ein erleuchtetes Viereck. Duiblickst wie durch ein Fenster in eine Welt, die anders als|Deine und doch nicht fremd ist. Die Wogen der Musik tragen|Wolken aus Tüll vor sich her. Im Schweben und Springen|der Tänzer formt sich Vergehen und Werden; längst Ver-^gessenes oder noch nicht Wirkliches, Erlebtes oder Erträumtes'ersteht. Diese Kunst braucht keine Worte, und doch fühlst Du'Dich irgendwie angesprochen. Es weben sich Fäden von Deinem Ich zu den Gestalten auf der Bühne. Du lebst Dein Leben, Du kennst Deine Wege, Du weißt, was Du gestern tatest und was morgen Deine Pflicht ist. Du, der Du hier im Dunkel des Raumes sitzt. Und die vom Ballett? Wer sind sie, wie sind sie? Trennt Dich nur die Rampe oder mehr von ihnen? Hängt die Begegnung mit ihnen nur von einem Theateranrecht oder einem Fünfmarkbillett ab? Wir suchten die Begegnung mit dem Ballett außerhalb des Theaters. Es wurden Begegnungen mit Menschen. Und in jeder dieser Begegnungen - den merkwürdigen und interessan-; ten oder nur beiläufigen - konnten wir das Gestern und Heute I und sogar etwasvomMorgen dieserKunstaufspüren. Doch dos Bedeutsamste: Man entdeckt in den wundersamen Wesen aus r dem magischen Bühnenviereck Zeitgenossen und Mitbürger, die aus unserer Mitte den Weg zu dieser Kunst fanden. Vielleicht ist jenes Mädchen, das morgens in der Bahn so ruhig und versonnen dortsitzt, abends auf der Bühne ein spring-lebendiger Kobold. Oder er: Auf der Straße hat er nicht den federnden Gang, und mit den kleinen Narben im frechen Jungengesicht sieht er wie einer von der Baustelle aus. Und doch tanzt er im Ballett. i. Fast erschrocken mußt Du begreifen, daß Kunst nicht nur ,, Talent, sondern auch Arbeit, viel Arbeit ist. Um einmal große ! Sprünge auf der Bühne machen zu können, muß man erst k lernen, fest mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen.