Bővebb ismertető
Nietzsche behauptete, daB eine realistische Erkenntnislehre nur bei einer theistischen Weltanschauung denkbar sei. Das klingt zunáchst verblüffend. Tatsáchlich können wir aber die wundervolle Harmonie zwischen der Welt der Materie und der Welt des Geistes nur dann befriedigend erkláren, wenn wir annehmen, daB ein vernünftiger Geist die Welt nach jenen Ideen gestaltet hat, die wir durch unser Denken wieder aus der Welt herauslesen. Denken ist dann nichts anderes als über die Schöpfungspláne Gottes nachsinnen. Zu allén Zeiten habén darum die Mystiker im Denken eine Vereinigung unserer Seele mit der Gottheit gesehen. Es ist gewiB unrichtig, eine Erkenntnistheorie deshalb realistisch zu gestalten, damit sie christlich wird; es ist aber nicht weniger verwerflich, den autonomen" Menschen deshalb zum Schöpfer von Raum und Zeit zu erkláren, damit man den Weltenschöpfer entbehrlich machen kann. Eine solche Haltung wáre atheistisch, selbst dann, wenn man durch nachtrágliche Postulate" Gott ,,durch die Hintertür wieder einláBt, nachdem man ihn zuvor durch die Vordertür hinauskomplimentiert hat". (Schopenhauer) Ist auch die Metaphysik mit ihren letzten, weltanschaulichen Fragen das eigentliche Herzstück der christlichen Philosophie, so falit doch gerade der Erkenntnislehre die groBe Aufgabe zu, die Möglichkeit der Metaphysik erst zu beweisen. Damit ist die entscheidende Bedeutung der Erkenntnislehre im Rahmen der christlichen Philosophie von selbst klar. Man sieht wieder, bis zu welcher Tiefe man hinuntersteigen muB, um zu jenen Fundamenten zu gelangen, auf welchen christliches Denken aufruht. Man begreift aber auch, wie brüchig jener Bau ausfallén müBte, der eine christliche Weltanschauung auf einer unchristlichen Philosophie aufrichten wollte. Eine sehr durchsichtige Anordnung des umfangreichen Problemkomplexes bietet De Vries, S. J., in seinem gründlichen