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IN JENEN TAGEN, DA HERÓDES, DER GROSSE GE-nannt, ein König war über die Landschaft Ju-däa von der Gnade des römischen Kaisers, lebte in einem Städtchen Judas, einige Wegstunden von Jerusalem durch das bergige Land, ein alter Priester, Zacharias hiess er, mit seinem betagten Weibe Elisabeth. Er war ein Nachkomme aus dem hohen Geschlecht, dessen Ahnherr Abia ein Neffe des Königs Salomo war, und seine Frau stammte von Aaron ab, dem Bruder und Nachfolger Mose im Umgang mit Gott.Auch Zacharias war Priester, von der Ordnung Abia, und so viele Priester es damals gab, bei denen das höchste der Ämter auf Erden, Gott 2u dienen, in schlechten Händen lag: Zacharias war fromm. Er war in allen Irrtümern seiner Kaste befangen, und auch sein Priesterdienst war gewiss in all den Äusserlichkeiten erstarrt: der ängstlich gehüteten Lehre von oftmaligen Waschungen, der furchtbaren Angst davor, etwas zu berühren, was im Gesetz als unrein galt, aber sein Herz war in solchen Lehren und ihrer Befolgung nicht gestorben: er war fromm, er war voller Herzensgüte und dem göttlichen Geist auch im Alltag ein williges Werkzeug: ein alter Mann, reif geworden in des Lebens Erfahrungen, still und voll Würde, wie sein Amt es verlangte; und er, der Weissbärtige, der so viel Leid seines Volkes in einem langen