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KURZBERICHT ÜBER DIE NEUESTEN FORSCHUNGSERGEBNISSE
JDurch die feierliche Überreichung des Nobel-Preises an den amerikanischen Physiker H. C. ürey für seine Entdeckung des Schweres schweren Wasserstoffs ist dieses neue Element weiteren Kreisen Wasser bekanntgeworden. Wer hätte gedacht, daß man sich mit dem lang und gut bekannten Wasser noch den Nobelpreis verdienen kann! Und doch enthält es ein bis vor kurzem noch unbekannt gebliebenes Element, das zwar dem Wasserstoff sehr ähnlich, nur doppelt so schwer ist als dieser. Und das von ihm gebildete Wasser hat die seltsamsten Eigenschaften. Es friert bei + Grad, siedet bei 101,4 Grad und hat eine Dichte von 1,11, d. h. es ist l,llmal schwerer als gewöhnliches Wasser. Heute gewinnt man es aus den Gletschern und aus den Rückständen der j ^ •, Elektrolysierlaugen, weil es sich hier angereichert hat. Auf kleine Tiere wirkt es tödlich. Aber da in natürlichem Wasser nur Spuren von dem schweren Wasser enthalten sind, kann es für die meisten Vorgänge vernachlässigt werden.
Von einer ganz anderen Seite her ist das Wasser oder genauer sein Säuregrad von ausschlaggebender Bedeutung: nämlich für gewisse biologische Vorgänge. Da meldete kürzlich ein junger Chemiker, Dr. W. Schlenk, der Sohn des bekannten, ehemaligen BewegHch-Berliner Ordinarius, in der Deutschen Chemischen Gesellschaft keit der einen Vortrag an mit dem Thema „Biochemische Studien über Spermato-Spermatozoenbewegung". Und er weiß zu berichten, daß für die Auslösung der Bewegung der Forellenspermatozoen allein der Säuregrad des Mediums von Einfluß ist. Die Bedeutung dieser Er- ,
kenntnis ist außerordentlich. Denn bedenkt man, daß mindestens 20 Prozent der kinderlosen Ehen auf der Unbeweglichkeit der Spermatozoen beruhen, so wird sofort der volksbiologische Wert dieser Untersuchungen verständlich.
Eine andere wichtige Errungenschaft der organischen Chemie stellt die künstliche Herstellung des männlichen Sexualhormons, Künstliches des Androsterons, dar. Der Nachweis für das Hormon wurde vor Sexualkurzem dadurch geliefert, daß der Kamm eines Kapauns durch hormon Injektionen des Androsterons zum Wachsen gebracht wurde, ]a, es genügte sogar, den Kamm äußerlich mit einer Öllösung des Hormons zu bepinseln. Wurden Küken an der Kammstelle
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