Bővebb ismertető
EinleitungMeine Großmutter stammte aus einer Familie von Weidenbauern in Nottinghamshire, die die Korbflechter der Gegend mit Weidenruten belieferte. Vier oder fünf Jahre war ich alt, als ich mich einmal auf dem alten Hof der Familie am River Trent in der Nähe meines Heimatorts Newark aufhielt. Seit dieser Zeit habe ich ein Bild für die Wiedergeburt der Natur vor Augen: Nahe beim Haus sah ich eine Reihe Weiden stehen, von denen rostige Drähte herabhingen. Ich fragte meinen Onkel, wie denn Draht in die Bäume komme. Er sagte, das sei einmal ein Zaun aus Weidenpfählen gewesen, doch sie hätten ausgeschlagen und seien zu Bäumen geworden. Ehrfürchtig staunend stand ich da.Ich vergaß dieses Erlebnis, bis es mir vor ein paar Jahren in einem plötzlichen lichtvollen Augenblick wieder einfiel. Zuerst kam die Erinnerung selbst, das Gefühl beim Innewerden der Tatsache, daß Pfähle sich in Bäume verwandelt hatten. Dann die verblüffende Einsicht, daß mein bisheriger Werdegang als Naturwissenschaftler eigenthch in diesem Erlebnis schon weitgehend vorgezeichnet war. Seit über zwanzig Jahren arbeitete ich in Cambridge, in Malaysia und Indien auf dem Gebiet der Pflanzenentwicklung, und das Wechselspiel von Tod und Regeneration faszinierte mich immer aufs neue. Insbesondere entdeckte ich, daß das Pflanzenhormon Auxin, das Wachstum und Entwicklung fördert und bei Stecklingen die Bewurzelung induziert, von sterbenden Zellen erzeugt wird.^ Es wird etwa in den Holzzellen erzeugt, die praktisch