Bővebb ismertető
Imaginäre UntergängeDer Untergang des Abendlandes ist vertagt. Die Erwartungen haben sich nicht erfüllt, die spätestens seit dem Epochenjahr 1917, mit der bolschewistischen Oktoberrevolution und dem Erscheinen amerikanischer Truppen auf dem europäischen Kriegstheater, an Plausibilität gewonnen hatten und die darauf gerichtet waren, es gehe mit Europa unaufhaltsam bergab. Mit ihrer weltumspannenden imperialen Ausdehnung habe sich die Alte Welt wie eine Supernova erschöpft und falle jetzt in sich zusammen. In der Knochenmühle von Verdun sei das Abendland zermahlen worden, ein neues Weltsystem kündige sich an. Die schöne Kultur der Dekadenz des fin de siecle, die erst in den zwanziger Jahren ihren eigentlichen Höhepunkt fand, danach der Triumph der Diktaturen in den Dreißigern und vollends der von der europäischen Mitte ausgehende Weltkrieg derVierziger: das waren, so schien es, letzte Stadien des Verfalls und der Selbstzerstörung.Die jungen Europäer, die 1914 mit Inbrunst in die Stahlgewitter der Champagne und an der Somme gezogen waren, hatten in ihren Tornistern die Schriften der Propheten des Untergangs getragen:5