Bővebb ismertető
Voj^wort
In dem Heft „Nagetiere Deutschlands" habe ich bereits darauf hingewiesen, daß während der letzten Jahrzehnte die Erforschung der Lebensweise und der Verbreitung der einheimischen Säugetiere bemerkenswerte Fortschritte erzielte. Die kleine Zahl der freilebenden Raubtiere, die noch unsere Gefilde und Siedlungen bewohnen, erfreute sich von jeher des besonderen Interesses der Menaichen, und das Schrifttum über sie ist außerordentlich umfangreich. Beobachtimgen in Zoologischen Gärten, Pelztierfarmen und Forschungsstätten förderten wertvolle Erkenntnisse über die Verhaltensweisen und Fortpflanzungsverhältnisse zutage. Es erscheint deshalb angezeigt, über die neueren Forschungsergebnisse in einem besonderen Heft zu berichten.
Für wertvolle Hinweise bin ich den Herren Dr. Heinrich Dathe, Leipzig, Dr. Friedrich Goethe, Wilhelmshaven, Dr. TheodorHaltenorth, München, Dr. KlausZimmer-mann, Berlin, sehr zu Dank verpflichtet, den Herren Dr. D a t h e und Dr. Zimmermann außerdem für Durchsicht des Manuskripts. Das Naturkundliche Heimatmuseum der Stadt Leipzig Stellte dankenswerterweise Herrn Walter Buchheim die Schädel zu photographischen Aufnahmen zur Verfügung.
Robert Gerber
Allgemeines
Raubtiere (Carnivora) sind meist ausschließlich Fleischfresser, seltener Allesfresser. Sie sind auf das Vorhandensein anderer Wirbeltiere angewiesen und kommen überall da vor, wo diese vertreten sind, auf dem Lande und im Wasser, in den Kronen der Bäume und im Felsengeklüft, in Wald und Feld, in der Ebene und im Gebirge, in der Wüste und in Eis und Schnee. Sie sind durch alle Zonen verbreitet. Am artenreichsten sind sie in Afrika und Asien. Die Mannigfaltigkeit an Gestalten und die Größenunterschiede der Angehörigen dieser Säugetierordnung sind erstaunlich. Wiesel und Kadiakbär sind die Grenzfälle. Die meisten Arten be-^tzen die Größe eines mittleren Hundes. Allen gemeinsam ist ein Gebiß, das sie befähigt, andere Tiere zu töten und zu zerreißen.
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