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Um das Jahr 1850 ließ sich im Elsaß ein Lehrer mit allzu großer Kinderschar dazu herab, Krämer zu werden. Dieser Abtrünnige wollte eine Kompensierung: da er selbst darauf verzichtete, die Köpfe zu erhellen, sollte einer der Söhne die Seelen lenken; die Familie sollte einen Pastor erhalten, und zwar Charles. Charles machte Ausflüchte und lief statt dessen einer Zirkusreiterin nach. Man drehte sein Bild gegen die Wand und verbot die Erwähnung seines Namens. Wer kam nun an die Reihe? Auguste beeilte sich, dem väterlichen Opfer nachzueifern: er wurde Geschäftsmann und stand sich gut dabei. Blieb nur noch Louis, der keine ausgeprägten Neigungen besaß: der Vater nahm sich den ruhigen Jungen vor und machte ihn im Handumdrehen zum Pfarrer. Louis trieb später den Gehorsam so weit, daß er seinerseits einen Pastor erzeugte, Albert Schweitzer, dessen Laufbahn bekannt ist. Aber Charles hatte seine Kunstreiterin aus dem Auge verloren,- die schöne Geste des Vaters hatte ihn gezeichnet: sein Leben lang bewahrte er sich den Geschmack am Erhabenen und setzte seinen Eifer darein, große Begebenheiten mit Hilfe kleiner Ereignisse zu fabrizieren. Wie man sieht, dachte er nicht daran, die Berufung, unter welcher die Familie stand, von sich abzutun: er gedachte sich aber einer gemilderten Form der Geistigkeit zu widmen, einem Priestertum, das die Beschäftigung mit Kunstreiterinnen nicht ausschloß. Da bot sich die Gymnasiallaufbahn an: Charles beschloß, Deutschlehrer zu werden. Er schrieb eine Dissertation über Hans Sachs, entschied sich für die direkte Methode des Sprachunterrichts, behauptete später, er habe sie erfunden; er veröffentlichte unter Mitarbeit von Monsieur Simonnot ein geschätztes >Deutsches Lesebuch<, machte rasch Karriere: über Mäcon und Lyon9