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Die Zehn von der „Alexander'5
Viele Leute glauben, mit der Erfindung der Dampf-
maschine habe für die Segelschiffahrt das letzte Stündlein
geschlagen. Aber das ist ein Irrtum. Noch sechzig Jahre
nach dem Zeitpunkt, da das erste Dampfschiff den Atlantik
von Europa nach Amerika überquerte, das heißt also seit
den ersten Jahren unseres Jahrhunderts, sind mindestens
drei von zehn Schiffen, welche die Weltmeere furchen,
Segelschiffe. Dabei denken wir natürlich nur an die größe-
ren Schiffe von hundert Tonnen Tragfähigkeit und dar-
über; wenn wir alle Küstenkutter, Barken, Schaluppen und
Trawler dazurechneten, dann würde das Verhältnis noch
ungünstiger für die Dampfschiffahrt ausfallen.
Segelschiffe fahren bis heute über die Ozeane und wer-
den auch jetzt noch gebaut. Das sind große Schiffe mit einer
Tragfähigkeit bis zu 6000 Tonnen und mit fünf Masten,
an denen so viele Segel hängen, daß man aus dem Tuch
Hemden für eine ganze Stadt mittlerer Größe nähen
könnte. Und sie sind richtige Schnellsegler, mit dem bil-
ligsten Treibstoff der Welt — dem Wind, der nichts kostet.
Die deutsche Werft Tecklenborg & Rickmers baute im
Jahre 1926 den Viermaster „Padua" mit 4600 Tonnen,
einen Segelriesen mit einer Länge von 98 Metern und einer
Breite von 14 Metern, der unter günstigen Witterungs-
bedingungen die Strecke Hamburg—Spencergolf (Austra-
lien) in 66 Tagen zurücklegte und dabei die höchst beacht-