Bővebb ismertető
Ungvári Tamás könyvtárából.
Das Theaterstück „Zimmerschlacht“ spielt in dem Wohnzimmer der Familie Fürst und beschreibt die Versuche des Ehepaares Fürst einen gemeinsamen Abend zu genießen. Eigentlich haben die beiden Hauptcharaktere geplant, den Abend mit drei weiteren befreundeten Paaren zu verbringen und eine Einladung ihres Freundes Benno und seiner neuen, deutlich jüngeren Lebensgefährtin anzunehmen. Felix beschließt gemeinsam mit den Herren Neumerkel und Mengel, die Einladung zu boykottieren und Benno damit deutlich zu zeigen, was sie von seiner Beziehung zu der jungen Rosa halten. Erst später wird Felix' wahrer Beweggrund deutlich. Er findet Rosa sehr anziehend und kann es nicht ertragen, seine Ehefrau im direkten Vergleich mit ihr zu sehen. Das Fernbleiben von der Abendgesellschaft führt dazu, dass Felix und Trude den Abend alleine zu Hause verbringen. Es zeigt sich, dass die beiden nicht mehr wissen, was sie mit ihrer Zweisamkeit anfangen können. Obwohl beide gerne aus ihrem gewohnten Alltag ausbrechen möchten, um etwas Verrücktes und Abenteuerliches zu tun, halten sie zu stark an ihrer eingefahrenen Lebensform fest. Auch wenn er es nicht zugibt, bewundert Felix seinen Freund Benno für dessen Mut, seine Frau Regina zu verlassen und sich mit der jungen Rosa zu verloben. Felix würde gerne auch Entscheidungen ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Normen und Regeln treffen können. Felix: „Wir sind allein. Du und ich. Ein Mann und eine Frau. Wir dürfen, was wir wollen. Ich wünschte, du spürtest das so ungeheuer wie ich. Wir könnten auf Zehenspitzen gehen. Die Arme durch die Luft schleudern, verrückt gewordene Windmühlen spielen, oder einfach alle Tische, Stühle, Sessel umwerfen“. Beide wünschen sich, dass neuer Wind in die Beziehung kommt und mehr Schwung in ihre Beziehung und ihr Liebesleben bringt. Trude zitiert aus dem Kamasutra „Kein anderes geeignetes Mittel, die Leidenschaft wachsen zu machen, als Anführung der Taten, die mit Nägeln und Zähnen vollbracht werden“. Um eine lockere Atmosphäre entstehen zu lassen und der unangenehmen Situation zu entkommen, trinken die beiden einige Gläser Cognac. Trude bittet Felix noch einmal zu erzählen, wie er im Krieg feindliche Flugzeuge abgeschossen hat, weil sie sich erhofft, dass Felix dann wieder männlicher auf sie wirkt. Sie sehnt sich nach einem richtigen Mann und ist den rücksichtsvollen Erdkundelehrer leid. Während des Gespräches wird jedoch deutlich, dass Felix sich die Kriegsgeschichte ausgedacht hat, um dem Verlangen seiner Frau nach einem starken, männlichen Partner und den Erwartungen der Gesellschaft an einen erfolgreichen Soldaten gerecht zu werden. Darüber hinaus wird deutlich, dass Felix seiner Frau mehrere Seitensprünge gestanden hat, die jedoch nie stattgefunden haben. Auf dieses Geständnis folgt ein Streit, der deutlich zeigt, dass die beiden Hauptcharaktere einander nicht mehr lieben, jedoch auch nicht hassen. Die Ehe der beiden ist zum einen alltäglich geworden und nicht mehr wegzudenken, auf der anderen Seite sehnen die beiden sich jedoch nach einem anderen Leben. Im Endeffekt sind beide Charaktere nicht in der Lage, aus ihren gewohnten Bahnen auszubrechen und sich gegen die Erwartungen der Gesellschaft zu wehren. So folgen die beiden doch der Einladung von Benno und Rosa.