Bővebb ismertető
f\us dem Vorwort zur 1. Auflage In der zweiten Auflage meines Buches tibor dic Erkrankungen der Bhitdrüsen fehlen die Erkrankungen des Inselorgans. Die Pragen, welche die Entdeckung des Insulins sowolil in bezúg auf die Pathogenese wie auf die Therapie des mensclilichen Diabetes aufgeworfen hatte, waren noch so im FluB, daB eine zusammenfassende Darstellung nicht zweckmáBig erschien. Diese Lücke zu ergánzen, hat nini allerdings sehr viel lánger gedauert, als ich damals voraussetzte. Es war insbesondere die klinische Seite des Diabetesproblems, die immer wieder zu neuen Fragestellungen führte. Auch machte sich nach so langer Bescháftigung mit der Zuckerkrankheit bei mir das Bedürfnis immer mehr geltend, zu den verschiedenen im Schrifttum vertretenen Anschauungen einmal ausführlich Stellung zu nehmen. Sind es doch mehr als 30 Jahre, seit meine ersten Arbeiten über den Diabetes erschienen sind. Seither hat mich das Studium dieser Krankheit, das in ganz besonderem MaBe unsere Kenntnisse über den Ablauf der Stoffwechselvorgánge gefördert hat. immer wieder von Neuem gefesselt. Endlich hielt ich mich für verpflichtet, einmal im Zusammenhang über meine arztlichen Erfahrungen zu berichten. Im Verlauf dieser drei Dezennien sind viele Tausende von Zuckerkranken in meiner Behandlung gestanden. In dieser Zeitspanne hat sich durch die Entdeckung des Insulins die Grundlage der Behandlung zum groBen Teil verandert. Es schien mir jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo man versuchen konnte, auf Grund der eigenen Erfahrungen und des Yergleichs mit den Erfahrungen anderer einen MaBstab für die Auswirkung zu gewinnen, die diese Entdeckung auf das Schicksal und die Lebensaussichten der Zuckerkranken hat. Durch die ursprünglich geplante ausführlichere Berücksichtigung des Schrifttums und die Einschaltung zahlreicher Krankengeschichten, die als Beleg dienen sollten, ware das Buch viel zu umfangreich geworden. Die Notlage des deutschen Büchermarktes laBt aber heutzutage die Veröffentlichung so groBer Spezialwerke nicht zu. Ich sah mich daher gezwungen, den Stoff stark zusammenzudrángen und auf die Wiedergabe von Krankengeschichten zu verzichten. Doch lioffe ich, daB das Buch auch so oder vielleicht gerade deswegen für den Arzt und den Studierenden eine gute Ubersicht über den heutigen Stand der Lehre vom Diabetes zu geben ver mag. Wi e n, im April 1936.W. Falta.