Bővebb ismertető
VorwortDas vorliegende Buch steht zu meiner früheren Arbeit Die nachindustrielle Gesellschaft in dialektischer Beziehung. In dem früheren Band versuchte ich aufzuzeigen, wie Technologie (die intellektuelle Technologie inbegriffen) und die Kodifizierung des theoretischen Wissens - als neues Prinzip von Innovation und politischer Ordnung - die techno-ökonomische Ordnung und mit ihr die gesellschaftliche Schichtungsstruktur umgestalten. In dem Buch befasse ich mich mit der Kultur, vor allem mit dem Begriff Modernität, sowie mit der problematischen Frage, wie eine komplexe politische Ordnung bestehen kann, wenn die Wertvorstellungen der Gesellschaft ungehemmten Genuß fordern und erwarten. Die Widersprüche im zeitgenössischen Kapitalismus haben nach meiner Ansicht ihren tJrsprung im Auftrennen jener Fäden, die einst Kultur und Gesellschaft zusammenhielten, und im Einfluß des Hedonismus, der zum maßgeblichen Wert in unserer Gesellschaft geworden ist. Wie schon im früheren Band verfolge ich zudem auch eine eher,theoretische Absicht. Fast die gesamte zeitgenössische Sozialwis-i; senschaft stellt sich die Gesellschaft als eine Art einheitliches!System vor, das um ein bestimmtes einzelnes Hauptprinzip (für Marx sind es die Besitzverhältnisse; für Talcott Parsons ein dominanter Wert wie die Leistung) organisiert ist, ein Hauptprinzip, dasv sich seinerseits durch die herrschenden Institutionen zu reprodu- ' i ^ zieren sucht. Ich glaube hingegen, daß man die moderne Gesell- ' Schaft am besten analysieren kann, wenn man sie als unbeständiges i Gemisch oder Amalgam dreier deutlich unterschiedener Bereiche I begreift -: als Amalgam aus Sozialstruktur (vorrangig der techno- , ökonomischen Ordnung), politischen Ordnung und Kultur. Der i Begriff nachindustriell, so hatte ich behauptet, bezieht sich vor allem auf Innovationen im Bereich der techno-ökonomischen Ord- ^ nung. Veränderungen in der Sozialstruktur determinieren iedoch .M ' weder die politische Ordnung noch die Kultur. Wenn überhaupt, V , dann ist es in den meisten Fällen die politische Ordnung, die sich in . ;9 I.:'!