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VORBEMERKUNGDer Text dieser Ausgabe (der ungekürzt ist nur der fremd-sprachige Anhang ist weggeblieben) halt sich an die zweite, 1903 erschienene Auflage, die nocli der Verfasser (f 1912) selbst durch-gearbeitet hatte. So war es auch bei der dritten, 1921 erschienenen Auflage gehalten worden. Nur wenige, durch schragen Druck ge-kennzeichnete Bemerkungen rühren nicht vom Verfasser her; sie weisen auf ihm nicht mehr bekannt gewordene schriftliche Zeug-nisse hin, auf Anderungen im Standort der Bilder und auf die wichtigsten inzwischen geaufierten Zuschreibungen. Diese Heraus-geberarbeit besorgte Ludwig Justi.Wir fügén noch ein kurzes Lebensbild Carl Justis an, das uns sein Neffe und Pate Kari Justi zur Verfügung stellte, sowie eine Würdigung des Gelehrten und Schriftstellers von Wilhelm Waetzoldt\ dem besten Kenner und Darsteller der kunstgeschichtlichen Forschung in Deutschland.*Justis Velázquez" gehört zu den wenigen wissenschaftlichen Büchern, die nicht nur eine Füllé von Stoff und Erkenntnis bringen, sondern auch zugleich als literarische Meisterleistung gelten dürfen. Die Schilderungen der Werke dieses grófién Malkünstlers sind Wun-der an optischer Erfassung und sprachlicher Darstellung. Inhalt-lich bedeutet das Buch jedoch viel mehr als eine blofi kunstgeschicht-liche Arbeit, viel mehr als nur eine grófi angelegte Biographie, denn es leuchtet tief in den Gesamtzusammenhang der spanischen Kultur-geschichte und ihre geistigen Bewegkrafte hinein. Es ist dies über-haupt das einzige Werk, das Kunst und Kultur der spanischen Blütezeit umfassend zur Anschauung bringt. Die Gestalt des Velázquez bildet nur den Mittelpunkt dieser richtunggebenden Darstellung, die man mit Recht die ,,Biographie eines Jahrhunderts genannt hat; Philipp der Vierte und sein Hof, das Schaffen aller1 Gekürzt aus Grofíe Kunsthistoriker", Verlag E. A. Seemann, Leipzig.