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Vorwort
»Dieses schöne Land« lädt uns zum Besuch ein, seine Städte und Landschaften kennen- und lieben zu lernen, auf den überreichen Spuren gemeinsamer deutscher Geschichte und Kultur zu wandeln. Es gilt für viele von uns, Nachholbedarf zu decken in einer wichtigen Phase der zu Ende gehenden Nachkriegszeit, wo das so schnell nicht Erwartete nun wahr wird und sich die Ereignisse überschlagen. Politische Verhältnisse und damit auch die Reisebedingungen wandeln sich — was bleibt, das ist der Reiz, den die häufiger als bei uns noch »urdeutsch« erscheinenden Orte, Gebäude und mensch-Uchen Verhaltensweisen in der DDR auf uns ausüben. Kein Wunder, denn auch »drüben« ist Deutschland. Es ist es geblieben trotz Überfremdung durch Besatzungszeit und ein vierzigjähriges Regime, das nicht den Wünschen und Lebensbedürfnissen des Volkes entsprach, das aber das gesellschaftU-che Leben und das Aussehen von Land und Städten nachhaltig beeinflußt hat.
Wesentlich stärkere Aufbauschwierigkeiten als in Westdeutschland, unvergleichbar höhere Reparationszahlungen an die sowjetische Siegermacht (in dem von Deutschland ausgegangenen Krieg), Planwirtschaft und Anbindung an das östliche Wirtschaftsgefüge haben dazu beigetragen, daß es hinter manchen restaurierten Fassaden, aber vor allem in der Wirtschaft noch grau aussieht und brüchig ist. Der gute Wille zur Restaurierung und zum Erhah von Baudenkmälern aus der