Bővebb ismertető
Vorwort.Da es zahlreiche gute und darunter auch ausgezeichnete Lehrbücher der Differential- und Integralrechnung gibt, bedarf es fast einer Rechtfertigung, ein neues Buch dieser Art zu schreiben. Ich hoffe, daß mein Buch sein Erscheinen selbst rechtfertigen wird. Nachdem das Thema Differential- und Integralrechnung" durch die Jahrzehnte, ja durch die Jahrhunderte immer wieder von neuem behandelt wurde, darf man billigerweise nicht erwarten, daß in einem jetzt neu erscheinenden Buch über diesen Gegenstand nun alles von Grund auf anders dargestellt wird als in den früheren Büchern dieser Art. Die jeweils letzte Neuheit mag in der Mode regieren, aber nicht im wissenschaftlichen Buch; hier darf das Neue nur dann das Alte verdrängen, wenn es zugleich das Bessere ist. Diese Überlegung war für meine Arbeit entscheidend; sie schließt nicht aus, daß ich wie ein sachkundiger Leser bald merken wird bisweilen auch meine eigenen Wege gegangen bin, wenn es mir aus pädagogischen Gründen richtig schien.Mein Buch ist in erster Linie als Lehrbuch für Studierende der Mathematik, .Physik und der Ingenieurwissenschaften gedacht und wird, wie ich hoffe, darüber hinaus auch als Handbuch für wissenschaftliche Lehrer und Ingenieure brauchbar sein. Ich war mir der Schwierigkeit des Unterfangens, ein Lehrbuch für einen so umfangreichen und heterogenen Leserkreis zu schreiben, durchaus -bewußt. Trotzdem glaube ich, mein Ziel ungefähr erreicht zu haben. Der Mathematiker wird, wie ich hoffe, alle billigen Ansprüche auf Exaktheit der Methode und Vollständigkeit der Theorie befriedigt finden, und der Ingenieur mag sich für die nach seinem Geschmack vielleicht übertriebene Exaktheit mit der liebevollen Behandlung der praktisch-mathematischen Verfahren und den vielen Beispielen und Anwendungen trösten, die seinem Gedankenkreis entnommen sind.Für einen Leser, der schon etwas davon gehört hat, daß in der Mathematik nun bereits seit fast einem halben Jahrhundert eine sogenannte Grundlagenkrise schwelt, die von den Antinomien der Mengenlehre ausging und von zwei Seiten, von den Formalisten und den In-