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BildungsidealeDas Mannesideal kriegerischer, in den Anfängender Kultur stehender Völker war überall und zuallen Zeiten der starke und kühne Kriegsheld. Ge*seilten sich List und Verschlagenheit zu diesem Bilde,so war das, wie das Beispiel des Odysseus lehrt, keinFehler. Ein Jäger muß ja listig sein, um das schnelleremit besseren Sinnen ausgerüstete Wild zu erlegen.Und Jagd und Krieg sind Geschwister. Allerdingsstand das Volksempfinden stets mehr auf Seite deroffenen, starken Recken. Wir begeistern uns fürSiegfried und wenden uns vom grimmen Hagen trotzseines Heldenmutes ab, weil er durch List den licht"umstrahlten Feind überwand. Andererseits liebt dasVolk den kleinen und klugen David und freut sichüber die Niederlage des ungeschlachten Goliath; esschenkt den Zwergen seine Sympathie im Kampfegegen übermenschliche Riesen. Vielleicht kommt hierbereits ein demokratischer, gleichmachender Zug zumAusdruck. Man will da ja nicht jeder von Naturgroß und stark sein kann auch dem Kleinen Mittelim Kampf ums Dasein konzedieren, auch ihm eineÜberlegenheit einräumen und findet diese in der In*telligenz, die in primitiven Zeiten in der Form derKemmerich, Dinge, die man nicht sagt1