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1Im Oktober 1939 forderte die Sowjetregierung Finnland auf, zwecks Besprechung konkreter politischer Fragen eine Delegation nach Moskau zu senden. Um welche Fragen es ging, erklärte Stalin den Finnen persönlich. Er sagte, er wünschte die Sicherheit von Leningrad zu verbessern, und dies könnte nur auf Kosten Finnlands geschehen. Die finnisdie Grenze müsse weiter nach Norden, von der Stadt weg, verlegt werden und die sowjetische Kriegsflotte müsse einen Stützpunkt an der Südküste von Finnland erhalten. Stalins Forderungen erfolgten im Schatten seiner Vereinbarung mit Deutschland, die der Sowjetregierung im östlichen Teil der Ostsee freie Hand gegeben hatte. Die drei baltischen Staaten - Estland, Lettland und Litauen - hatten ähnlichen sowjetischen Forderungen bereits nachgegeben. Die Deutschen empfahlen der finnischen Regierung, dasselbe zu tun. Die Schweden sagten ihr, sie könne auf militärische Hilfe Schwedens nicht rechnen. Die Engländer zeigten kein Interesse daran, die Russen am Erwerb eines Stützpunktes zu hindern, welcher nur gegen Deutschland benutzt werden konnte. Die Amerikaner wünschten in einem europäischen Disput nicht Partei zu nehmen. Dennoch weigerte die finnische Regierung sich, nachzugeben. Am 13. November endeten die Verhandlungen im Kreml. Am 30. November marschierte die Rote Armee in Finnland ein. Hundert Wintertage hindurch hielten die Finnen einem weit überlegenen Gegner stand. Aber am Ende bekamen die Russen den gewünschten13