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VORWORT
Der vorliegende Quellenband soll die tiefgreifenden Gegensätze der verschiedenen theologischen Konzeptionen nicht verharmlosen oder harmonisieren. Er will vielmehr gegensätzliche Positionen zum Thema „Kreuz und Auferstehung" zu Wort kommen lassen, die Möglichkeit zur breiteren Information bieten und dadurch die Voraussetzung für ein sachliches Gespräch schaffen helfen.
Das Sachkriterium, nach dem die verschiedenen Positionen in der Einleitung und den Einführungen befragt worden sind, läßt sich so formulieren: 1. Ist die Bedeutung der Auferstehung Jesu Christi im strengen Zusammenhang mit dem Kreuz und ist die Bedeutung des Kreuzes Jesu Christi im strengen Zusammenhang mit der Auferstehung entfaltet? 2. Sind die Auferstehungsberichte in ihrer Mehrdimensionalität erkannt, d. h. ist gesehen, daß die Verklammerung und Verschränkung der verschiedenen Aspekte des Auferstehungsgeschehens unter einen einzigen Grundaspekt angesichts der Mehrdimensionalität und des übergreifenden Wirklichkeitscharakters der Auferstehung Jesu Christi unmöglich sind? Das Ziel des Quellenbandes, einen möglichst breiten Überblick über das Verständnis von Kreuz und Auferstehung in der gegenwärtigen Theologie zu vermitteln, konnte insofern nicht ganz erreicht werden, als der Verlag J. C. B. Mohr (F. Siebeck) dem geplanten Abdruck eines Auszuges von F. Gogarten („Tod und Auferstehung"; in: Die Verkündigung Jesu Christi. Grundlagen und Aufgabe, Tübingen 1966^) und G. Ebeling („Der Zeuge des Glaubens — Der Grund des Glaubens"; in: Das Wesen des Christlichen Glaubens, Tübingen 1959) mit der Begründung nicht zustimmte, daß der Auszug von Ebeling nunmehr in der Siebenstern-Taschenbuchreihe (Bd. 8, 1964) leicht zugänglich sei. Der theologisch Interessierte sei also ausdrücklich aufgefordert, das in der Einleitung (I e) zu Ebeling Gesagte mit dem Text selbst zu vergleichen.
Der Band will eine Quellensammlung wichtiger und z. T. unzugänglicher Aufsätze für Pfarrer, Religionslehrer, Katecheten, eine Unterrichtsgrundlage für theologische Ausbildungsstätten, Jugendakademien, katechetische Seminare, Bibelschulen und Mitarbeiterschulung sein, nicht zuletzt als Arbeitshilfe und Diskussionsgrundlage in Männerkreisen, Jugend- und Gemeindeseminaren dienen, die gerade heute nach geeigneter, nicht nur Fachkreisen zugänglicher Information zum Thema fragen. Der Quellenband ist ein Arbeitsbuch. Bei dessen Lektüre kann entgegen seiner Anlage methodisch auch so vorgegangen werden, daß man mit dem jeweiligen Quellenauszug beginnt und nachträglich für weitere Informationen und Verstehenshilfen zur Einführung und Einleitung fortschreitet. Zu besonderem Dank bin ich den Autoren der einzelnen Quellentexte verpflichtet, die den Plan und die Anlage des Quellenbandes befürwortet und auch dem Textauszug in der vorliegenden Gestalt zugestimmt haben. (Prof. D. R. Bultmann hat aus Zeitgründen die Verantwortung für die Auswahl