Bővebb ismertető
Da stehe ich nun wieder vor dem kleinen Bild mit dem schlichten Rahmen. Morgen früh muß ich in den Ail fahren - ich betrachte es lange und unverwandt, als könnte es mir ein gutes Geleit geben.
Ich habe dieses Bild noch nie auf einer Ausstellung gezeigt, ja, ich verberge es, wenn Verwandte aus dem Ail zu mir kommen. Es stellt nichts Anstößiges dar, aber es ist alles andere als ein Kunstwerk, vor dem man beten könnte wie vor einer Ikone. Schlicht und einfach ist es wie die Landschaft, die es wiedergibt.
Den Hintergrund bildet der sich neigende fahle Herbsthimmel. Der Wind treibt rasch dahineilende schek-kige Wölkchen über eine ferne Gebirgskette. Davor wogt die mit Wermut bewachsene rotbraune Steppe. Eine Straße, noch schwarz und feucht vom letzten Regen, durchzieht sie. Zu ihren Seiten liegt in dichten Büscheln verdörr-tes umgeknicktes Steppengras. Der ausgewaschenen Räderspur folgen - je weiter, desto verschwommener - die Fußtapfen zweier Wanderer. Die beiden Fußgänger selbst scheinen nur noch einen Schritt machen zu müssen, um hinter dem Rahmen zu verschwinden. Der eine von ihnen Doch ich greife vor.
Es war in meiner frühen Jugend. Irgendwo bei Kursk und Orjol tobte das dritte Jahr der Krieg. An den fernen Fronten kämpften unsere Väter und Brüder, und wir Halbwüchsigen, etwa fünfzehn Jahre alt, arbeiteten in der Kolchose. Die schwere Arbeit der Männer lastete auf