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I. Zwei Tage nach seiner Exmatrikulation sprach Bringfried Schramm in der Mitropa-Verwaltung vor. Er suche einen Job, der sich rentiere, erklärte er einem glatzköpfigen Herrn und legte ihm Zeugnisse und Bescheinigungen auf den Tisch.
Abitur? Vier Semester Medizin?
Der Glatzkopf rührte im Kaffee. Er hatte die Nase kraus, die Augen zusammengekniffen, ein Gütekontrolleur in einem grünlichen Hemd.
Allein schon die Leichen, sagte Bringfried Schramm, haben Sie schon mal Leichen präpariert?
Und nun wollen Sie ausgerechnet Mitropakellner werden?
Wovon soll ich denn leben, sagte Bringfried Schramm, und verheiratet bin ich auch.
Vorbestraft?
Nicht vorbestraft.
Gesund?
Danke.
Also gut, sprach der Kahlkopf, während er etwas auf einen Zettel kritzelte, aushilfsweise, jetzt ist Saison, bringen Sie einen Schein vom Arzt.
Als Bringfried Schramm am Tag darauf in Mitropauniform und Schirmmütze auf dem Flur seinen Wirtsleuten begegnete, wunderten sich dieselben sehr. Er gehe zu einem Faschingsvergnügen, erklärte er ihnen und warf die Tür ins Schloß.
Es war Anfang Juli, und mittags auf der Straße brüllte die Sonne. Auf einem Postamt gab er ein Telegramm auf. Prüfung verschoben, ankomme später. Dann begab er sich zum nahen Bahnhof und erkundigte sich bei einem Bahnbeamten nach dem Rostocker D-Zug. Es wurde ihm erlaubt, mehrere Geleise zu überqueren, und wie vereinbart, meldete er sich im Wirtschaftsabteil.