Bővebb ismertető
Das Gedenk- und Gedankenjahr 2005 hat viele Jubiláen begangen: 60 Jahre Befreiung, Zweite Republik und ÖGB, 50 Jahre Unabhángigkeit, Staatsvertrag und Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen sowie 10 Jahre Mitgliedschaft in der Europáischen Union, um die bedeutendsten zu nennen. Ausstellungen, Publikationen, Rednerinnen und Redner thematisierten auch die Vorgeschichte" der Zweiten Republik - vielen kam denn doch und dennoch die Erinnerung zu kurz, wie es zur Diktatur, zur Táter- und Mittáterschaft, zum Krieg, zum Massenmord gekommen war, ebenso wie das Gedenken an die Zwangsarbeiterlnnen und Háftlinge, die die Grundlage für die so gefeierte Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik mitgelegt hatten und danach vergessen und verdrángt wurden. So manchen war die vielfach identitátsstiftend inszenierte Erinnerung eine Umschreibung, zumindest eine Reduktion der Geschichte. So ist dieses Jahrbuch dem Thema gewidmet, wie nicht nur 2005 erinnert wurde, was von wem warum erinnert und was von wem warum verdrángt und beiseite geschoben wird. In und nach einem lángén Jahr, das mehr Events als Gedanken gesehen hat, gehen die Emotionen hoch - wir habén in dieser Ausgabe Platz dafür gelassen, ebenso wie für nur allzu oft ungehörte kritische Stimmen, die sich seit Jahren und über 2005 hinaus fíir Entschádigung, Aufarbeitung und Gedenken eingesetzt habén und engagieren werden. Ohne die Jahre der Diktatur und die Befreiung durch die Alliierten auBer Acht zu lassen, berichtet der Widerstandskámpfer, Zeitzeuge und Teilnehmer an den Staatsvertragsverhandlungen Botschafter Ludwig Steiner in seinem in diesem Band abgedruckten Festvortrag Die Vorbereitung zur Reise nach Moskau im April 1955. Zur Vorgeschichte des Staatsvertrags anlásslich der Jahresversammlung des DÖW im Marz 2005 über die Situation in Österreich nach der Befreiung und den mühevollen Weg bis zum Abschluss des Staatsvertrages 1955. Ludwig Steiner, auch Vizeprásident des DÖW, zeichnet als Vorsitzender des Komitees des Versöhnungsfonds gemeinsam mit den kompetenten Mitarbeiterlnnen und den Verantwortlichen und Engagierten aus Politik und Wirtschaft verantwortlich für die erfolgreiche Arbeit des Österreichischen