Ihnen allén errichte ich [...] ein Denkmal, einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals ausgetilgt wird" (Jesaja 56,5). Nach diesem Bibelvers benennt sich Yad Vashem - Yad: Denkmal, Shem: Name die israelische Gedenkstatte für Holocaust und Heldentum" in Jerusalem. Eine ihrer Aufgaben ist die Sammlung von Dokumenten, Fotos, Berichten, Zeugenaussagen, Büchern u. v. a. m., um den Holocaust zu dokumentieren. 1955 begann Yad Vashem mit dem Anlegen der so genannten Gedenkblátter, auf denen die Namen der Opfer und biographische Daten sowie die...
Ihnen allén errichte ich [...] ein Denkmal, einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals ausgetilgt wird" (Jesaja 56,5). Nach diesem Bibelvers benennt sich Yad Vashem - Yad: Denkmal, Shem: Name die israelische Gedenkstatte für Holocaust und Heldentum" in Jerusalem. Eine ihrer Aufgaben ist die Sammlung von Dokumenten, Fotos, Berichten, Zeugenaussagen, Büchern u. v. a. m., um den Holocaust zu dokumentieren. 1955 begann Yad Vashem mit dem Anlegen der so genannten Gedenkblátter, auf denen die Namen der Opfer und biographische Daten sowie die Todesumstánde erfasst werden. Über 2,000.000 Gedenkblátter bilden eine der Quellen für die Datenbank der Shoahopfer. Bisher sind rund 3,000.000 Personen namentlich erfasst und auf http://www.yadvashem.org abrufbar. Diese Daten werden laufend ergánzt, auch wenn nie alle Opfer identifiziert werden können, wenn ganze GroBfamilien ermordet und ganze Gemeinden vernichtet wurden. Yad Vashem regte 1987 das Projekt der Namentlichen Erfassung der österreichischen Holocaustopfer an, das vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes von 1992 bis 2001 durchgeführt wurde. Über 62.000 österreichische Holocaustopfer von ingesamt mehr als 65.000 konnten bisher im Verlauf der Recherchen identifiziert werden, die Namen und Daten werden laufend ergánzt. Die Ergebnisse dieses Projekts sind auf der Homepage der 2005 neu gestalteten und eröffneten Dauerausstellung des DÖW http://www.doew.at/ausstellung zugánglich. Auch zur Erfassung anderer Verfolgtengruppen - Roma und Sinti, Euthanasieopfer, Opfer politischer Verfolgung, KZ-Háftlinge, Zeugen Jehovas u. a. - wurden in den letzten Jahren Projekte gestartet resp. durchgefuhrt. Das vorliegende Jahrbuch ist diesen Projekten gewidmet, deren Hauptanliegen es ist, dem Vergessen entgegenzuwirken und damit auch das Vermáchtnis von Verfolgten, die in den Lagern, Ghettos und im Untergrund unter Lebensgefahr Zeugnis für die Nachwelt ablegten und die Ereignisse dokumentierten, zu erfüllen. Sie holen die Ermordeten und Verfolgten aus einer anonymen Masse und geben ihnen neben dem Namen ein Gesicht und ein Schicksal auch vor der Verfolgung zurück. SchlieBlich sind die Ergebnisse namentlicher Erfassungen auch Denkmáler für diejenigen, an die keine Grabsteine erinnern.
Termékadatok
Cím: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Jahrbuch 2007 [antikvár]
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