Bővebb ismertető
„Staunen war das erste Gefühl in diesen Bergen. Diese wunderbare Landschaft, im tiefen Grün ihrer Walder, mit ihren unzáhligen Zacken, deren Namen ich nicht kannte, deren Formen ich nicht zu entratseln vermochte, das alles war gleichzeitig so wild und so lieblich, so abschreckend und so herrlich, daB ich glaubte - und das tue ich auch heute noch - alles getraumt zu habén. Bei jedem Schritt erschienen seltsame, romantische Formen: zerstörte Festungstürme, zerfallende Kirchenpfeiler, Obelisken und Minarette, Grabhügel und Saulén. Ich hatte den Eindruck, daB es nicht Berge sondern Bauwerke seien, Reste einer sagenhaften Stadt .. - diese Worte schrieb der bekannte Alpinist Guido Rey über die Dolomitén. Das Gefühl, in einer Wunderwelt zu sein, hat bis jetzt noch jeder Dolomitenbesucher gehabt. Durch diese Wunderwelt führt eine der schönsten FerienstraBen Europas. Die DolomitenstraBe ist im wahrsten Sinne des Wortes die erste FerienstraBe Europas - ihre Erbauer habén von Anfang an keinen Verbindungsweg darin gesehen, sondern vor allém eine Möglichkeit, den „groBen Strom der verwöhnten Reisenden" náher an die wundervollen Dolomitenberge heranzubringen. Und sie habén vor fünfzig Jahren schon davor gewarnt, diese Strecke zu durchrasen (damals entwickelten die Autós mit heftigem Schnaufen eine Höchstgeschwindigkeit von etwa dreiBig Kilometern!). Denn obwohl diese StraBe auch ein herrlicher Reiseweg ist - die ganze Schönheit der Dolomitenlandschaft erschlieBt sich doch nur dem, der diese StraBe ein wenig verláBt, eindringt in die Táler, auf Gipfel steigt oder mit einer der vielen Seilbahnen hinauffáhrt auf die Höhen. Dies ist daher die Absicht dieses Buches: Es möchte den Blick von der StraBe weg in die Landschaft führen, möchte zum besinnlichen Verweilen und náheren Eindringen einladen und in seinen Bildern den Zauber des Dolomitenlandes erstehen lassen, von dem es in dem berühmten Heimatlied heiBt, daB es das allersdiönste Stück einer groBen weiten Welt voller Sonnenschein sei.