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IGleich zu Beginn muß ich sagen, daß sie das längste Mädchen war, das jemals mein Büro betreten hat. Na ja, lang ist nicht das richtige Wort dafür.Dank meiner umfassenden Schulbildung sollte ich das doch besser hinkriegen.Dolores war also eine ganze Latte länger als lang. Sie war einfach riesenhaft, wie eine Statue. Eine Amazone aus Glamour, sozusagen. Ein durchaus weibliches Wesen von der Wucht eines Empire State Building. Ganz Frau rundherum.Ihre Höhe betrug einsachtundachtzig, und das in Strümpfen. Bitte kein Hohngelächter jetzt, nach dieser Bemerkung. Nicht einmal die Andeutung eines Lächelns, wenn ich bitten darf. Steckt mal ein Paar schwarze, hochhackige Treter mit acht Zentimeter hohen Absätzen an die Füße einer solchen Lady. Dann habt ihr eine schwache Vorstellung von dem Schatten, der da über meine Schwelle huschte, als das Mädchen damals eintrat.Glaubt mir, Freunde, ich war weder auf den Schatten gefaßt noch auf das Mädchen, das ihn warf.Der Geschäftsgang war leicht gebremst im Augenblick. Ich hatte nur einen Fall. Ein Arzt aus der Park Avenue. Ich sollte seine Frau beschatten. Und zwar, weil der Arzt sein Weib verdächtigte, ihre hausfraulichen Pflichten zu vernachlässigen und sich zu oft auf die faule Haut zu legen. Und das gemeinsam mit irgendeinem Sonnyboy.Ich kam ganz gut voran mit dem Fall. Hatte ein paar Fotos aufgetrieben und ein schnuckeliges Ding von Diktaphon aufstellen können. Das meldete sich immer, wenn der Liebhaber auftauchte und die Lichter ausgingen.Der Doktor war ein sehr großzügiger Mensch. Der Job hatte mir einen Tausender eingebracht. Aber das Geld war mir unter den Fingern zerronnen.Das lag an meinem aufwendigen Lebensstil. Und Melissa,7