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Die Madonnenstatue lächelt mild und voll unendlicher Güte hernieder.
Es ist keine jener gestreckten, fast überschlanken Gestalten, die ekstatischen, nicht mehr auf dieser Erde heimischen Gesichts geradewegs dem Himmel zuzufliegen scheinen, dem die Spitzen ihrer betend aneinandergelegten Hände zuweisen; es ist auch nicht die in übermenschlichem Schmerz erstarrte Mater dolorosa, deren Augen schwarzen, abgrundtiefen, grauenschweren Tränenbronnen gleichen; es ist die junge, im Gedenken an ihr Kind glücklich lächelnde Mutter, die noch ganz der Erde, noch ganz der Heiterkeit gehört.
In Gedanken versunken, die, wenngleich nur kindlich einfach, den ganzen kleinen Menschen doch nicht weniger stark erfassen, sieht der Junge zu der Statue empor. Noch scheinen im Räume die Worte nachzuschwingen, die seine Mutter zu ihm sprach, die schlichte, herzenswarme Schilderung von Mariens großer Liebe nicht nur zu ihrem Sohne, sondern zu allen Kindern dieser Welt, denen sie, mag eine irdische Mutter sie betreuen oder nicht, himmlische Mutter sein will, Trost und Zuflucht, darin jedes Leid versinkt, jeder Kummer sich löst. Unwillkürlich erwidert das Kind das Madonnenlächeln, öffnet, den Kopf im Nacken, halb die Lippen, hebt,
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