Bővebb ismertető
Einleitung
Die Donausagen zurechtzurücken, zu sammeln und wiederzugeben, war durchaus nicht so leicht, wie es den an Sagen gesegneten süddeutschen Lesern scheinen wird. Während etwa am Rhein die Buntheit sich überstürzt und wir bei den Gestalten des Rheinvaters und seiner Söhne von den Bergen bis zu den Niederlanden um viel Tollheit wie auch Besinnlichkeit wissen, während wir bei den Elbsagen die herrlich erdichteten Gestalten Rübezahls, Münchhausens, Eulenspiegels, Truhoveds fast fortlaufend besitzen, fehlt es Schwaben und Franken bei den Zuströmen der Donau zuweilen an Einheit, die der Liebende sucht. Freilich, die einen haben ihre wundervolle Fröhlichkeit der Sieben Schwaben, die schon in alten Handschriften geschildert werden, oder sie haben Mörikes Geschichte vom gesegneten Blautopf, in dem die schöne Lau heimlich Königin wird. Die Donau hat daneben die Gestalten der hilfreichen Vettern Main und Neckar, die als Kriegsleute der schönen Frau Zauberin folgen, danach aber von uns die Ehrfurcht vor der kaiserlichen und der königlichen Hauptstadt verlangen. Zur Sage gehört immer noch und immer noch mehr Liebe, und sie weist sich gewiß überall in Hülle und Fülle, aber für den Dichter nie genug.
So freut er sich, wenn er hier und da noch ein Tüpfelchen mehr entdeckt; er hat von der schönen Frau Lau und den Donautöchtern bis zu den großen Helden zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer sein weites Herz den Lesern zu öffnen.