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EINE STUNDE STROMSPERRE Man schrieb das Jahr 1947. Der Bauer Hieronymus Naggert safi auf dem beladenen Wagen. Mit einem „Hö!" oder „Hü!" trieb er die beiden Píerde an. Auf dem Kopfsteinpflaster rüttelte der Wagen. Der dicke Mann wischte sich immer wieder den Schweifi vom Gesicht. Mit vielem Seufzen und Stöhnen erreichte er die Stadt. Der Wagen rumpelte dutxh das grofie Tor zum Speicher. Der Bauer hielt die Píerde an. Der Getreideaufzug stand still. Stromsperre. War denn kein Mensch hier? Sie kamen doch sonst gleich heraus. Wollte ihn niemand begrüfien? Der Speicher hatte einen neuen Inhaber. Was hatte der Bürgermeister gesagt? „Veab * hat es übernommen." Was für einer das wohl war, der Herr Veab? Gewifi ein Neuling im Gescháft *. Sonst wüfite er, wie man einen Bauern zu begrüfien hat. Suchend blickte Naggert um sich. Aus einem offenen Fenster hörte er fröhliches Pfeifen. Er wurde ungeduldig. Wie lange sollte er hier warten? Naggert steckte den kleinen Finger in den Mund und pfiff. Alles blieb still wie zuvor. 1* 3