Bővebb ismertető
DOXA 12.
Vorwort
Bei einem Überblick der philosophischen Ereignisse des letzten Jahrhunderts wird man zweifellos feststellen, dass die christliche Philosophie ihre Bedeutung selbst in der Welt der modernen Ideologien und Ismen nicht ein-gebüsst hat. Das christliche Denken selbst hat in den letzten Jahrzehnten eine längere Etappe zurückgelegt als in den vorangegangenen tausend Jahren, eben weil es eine Antwort zu finden hatte auf die intellektuale Herausforderung von Säkularisierung und säkularer Ideologien^ die gewachsene Zusammengehörigkeit des Gedankenguts und der Anschauungsweise konnte jedoch weiterbestehen und auch den Problemen des Zeitgemässen gerecht werden. Unter dem Einfluss des Zweiten Vaticanum und anderer Ereignisse konnte es bestätigen, dass es der Zeit gewachsen und - wenngleich nicht ohne Konflikte - einer inneren Erneuerung fähig ist. Es ist vorderhand noch schwer, eine Bilanz des Wandels aufzustellen, ohne das Risiko eines Irrtums mit einzukalkulieren^ die Werturteile über die modernen Entwicklungen im christlichen Denken können kaum als unanfechtbar wahr eingestuft werden.
Es ist daher kaum verwunderlich, wenn die die Gesamtheit der Entwicklung einbegreifenden Zusammenfassungen unter den beeindruckenden Werken der christlichen philosophiegeschichtlichen Literatur eine Seltenheit sind. Das Fragmentarische kennzeichnet auch die nachstehenden Aufsätze, in denen die Mitarbeiter des Philosophischen Instituts der Ungarischen Akademie der Wissenschaften versuchen, gewisse - trotz aller Auseinandersetzungen und aller Unterschiede in der Weltanschauung offensichtliche - Errungenschaften christlichen Denkens vom Blickwinkel des nichtgläubigen Wissenschaftlers zusammenzufassen.
Der einleitende Aufsatz selbst ist als Aufriss zu verstehen, nicht als Verzeichnis oder Beurteilung^ es wurde lediglich versucht, die wichtigsten Phänomene und Verlaufe des modernen katholischen Denkens ins Auge zu fassen. Auf eine knappe Erörterung der Periode, in welcher sich das barocke Christentum entfalten konnte, folgen Aufsätze über die wichtigste Tendenz christlichen Denkens, über die Neuscholastik: über die allgemeinen Bemühungen dieser Philosophie und über einige ihrer herausragenden Repräsentanten.
Eine weitere Gruppe der Aufsätze fasst die Begegnung von christlichem Denken und dem marxismus ins Auge, ebenso das Marxismusbild des Christentums bzw. das Schaffen bereits als klassich anzusprechende Vorläufer wie etwa J.