Bővebb ismertető
IEs ist eine in der Medizin wohlbekannte Tatsache, daß Ärzte entweder Krankenschwestern, Ärztinnen oder Barmädchen heiraten. Diese sind während der fiir Heiraten bevorzugten Jahre die einzigen weiblichen Wesen, mit denen sie zusammenkommen. In einem Alter, da sich die Phantasie junger Männer zum erstenmal an den Gedanken der Ehe heranwagt, sind ja die Mediziner überhaupt nicht imstande zu heiraten, weil sie noch immer an ein elterliches Taschengeld gebunden sind. Einen schwachen Trost schenkt lediglich die Überlegung, daß die Jungen um so länger von den Eltern abhängen, je höhere Entwicklungsstufen sie erklimmen - womit bewiesen ist, daß Medizinstudenten die höchste Form animalischen Lebens darstellen, die der Wissenschaft bekannt ist.Befanden sich auch unter meinen Kollegen im St. Swithin-Spital einige abgehetzte junge Männer, die bei den Vorlesungen gleichermaßen mit Kollegheften und mit Päckchen voll Kohlsprossen und Seifenflocken ausgerüstet erschienen, so ist ein verheirateter Medizinstudent dennoch fast ebenso ein Ding der Unmöglichkeit wie ein verheirateter Pfadfinder. Doch dann wirkt das Ärztediplom wie ein Zauberstab sowohl auf sein Gefühlsleben wie auf seine wirtschaftlichen Verhältnisse ein. Dem unqualifizierten Windbeutel bleibt nur die Wahl zwischen unehrenhaften Absichten und gar keinen Absichten; doch nach erfolgreich bestandenem Schlußexamen blitzen rund um das Schwesternheim die Verlobungsringe so munter auf wie ein sommerlicher Sternenhimmel, und käme den medizinischen Kollegien zu Bewußtsein, wie viele Verbindungen durch ihre Prüfungskommissionen ins Leben gerufen wurden, es würde ihnen angst und bange.Der erste meiner Gefährten, der im Hafen der Ehe landete, war Tony Benskin; er heiratete eine Nachtschwester. Dies war um so verständlicher, da er einst während des Nachtdienstes sämtlichen Schwestern die Ehe angeboten hatte, um einen in der Hitze der Leidenschaft etwas übereilten Heiratsantrag hinfällig zu machen, den er ein paar Stunden vorher einem Mädchen gestellt hatte. Fast zwei Jahre waren vergangen, als ich ihn wiedersah, denn die Mediziner tauschen am Abschluß ihres Lehrgangs, ähnlich den Passagieren7