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Erstes Kapitel
Durch die Eichenwälder westlich des Städtchens Nave-stock schlich ein nasses, winterliches Dämmern und ließ das Schwarz und Grau der Landschaft noch kälter und trauriger erscheinen. Das Knirschen der Räder und das Plantschen der durchnäßten Pferde durch die Pfützen der Hauptstraße lärmten mit dem dahinstürmenden Wind um die Wette. Der alte Tom Tyser, der sich auf dem Bock der Kutsche vom „Weißen Herz" eingehüllt hatte, schüttelte den Regen von seinem Krempenhut und brummte.
„Noch nie ein solches Wetter gesehen! Die ganzen letzten sieben Tage bin ich nun in einer solchen Schweinerei heimgefahren."
Es war wirklich eine Nässe, und das Tal von Navestock hätte ebensogut ein Stück Urland sein können, das tropfend und triefend plötzlich aus der Tiefe des Meeres an den Tag gehoben worden war. Das Land sah durchweicht und müde aus, und die Bäume schüttelten mit verdrossenen Verwünschungen den Regen von ihren Zweigen. Die grauen Kutschpferde ließen ihre Ohren entmutigt hängen und spitzten sie nicht einmal beim Tone des Posthorns. Die Kutsche von Mr. Winkworth mit ihren roten Rädern mühte sich ab, knarrte und quietschte. Als altersschwacher Veteran kroch sie tagtäglich zwischen der Bahnstation von Wannington und dem Städtchen Navestock hin und her. Der schwarze Kasten schrie nach Farbe, und das muffige Innere roch nach Stalldung und Stroh.
Vor dem Passagier, der neben dem alten Tom Tyser auf dem Bock saß, hob sich aus der Dämmerung das Städtchen Navestock wie ein großer Felsen aus der grauen See. Zuerst schien es nur eine schwarze Masse im Tal; als aber die Kutsche an der Toreinfahrt von „Pardons" vorbeifuhr und in