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PROLOG
Ich bin in die Hölle geraten. Ohne mein Zu- , !-l j
tun. Ohne Schuld. Ich muss mich verlaufen haben, eine andere i
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Erklärung^ibt es nicht. Im Irrgarten des Lebens versehentlich »
an einer Stelle den falschen We^genommen, ohne es zu bemer- |
ken. Einmal nicht Achtgegeben. An einer Gabelung links statt ; vK
rechts gegangen. Oder umgekehrt. Ich habe kein Schild gesehen, nichts, das mir Warnung hätte sein können. Ich bin einfach gelaufen, ohne innezuhalten. So wie immer in meinem Leben. Weiter. Immer weiter.
Viele Menschen haben diesen Weg vor mir genommen, ich hätte ihre Spuren sehen müssen auf diesen langen, ausgetrampelten Pfaden Richtung Inferno. Ich hätte ihre Rufe hören können. Ich hätte den Gestank riechen können. Hätte. Was sehen, hören, riechen wir schon? Nur das, was wir wollen.
Ich bin nicht allein hier. Die Hölle ist ein dicht besiedelter Ort. Ein Trost ist das nicht.
Das Leben weicht aus mir, mit jedem Atemzug wird es weniger. Wie ein altes Gemäuer, das abgetragen wird. Stein um Stein. Jeden Tag fehlt ein Stück mehr.
Mein Körper ist zu einer Höhlegeworden. Finster ist es dort, so finster, dass kein Lichtstrahl mich erreicht. Und kalt. Und feucht. Ich friere in der Nacht und mich friert am Tage.
Die äußere Welt ist vor meinen Augen erloschen. Zunächst schwanden die Farben, das Haus, die Felder, das Dorf. Ein Leben in Schwarzweiß. Alles sah aus wie in den alten Filmen, die wir uns so gern angeschaut haben. Dann zerfielen die Konturen, alles um mich herum verschwamm: die Welt durch eine Wand aus Wasser besehen. Kurz darauf brach die Finsternis herein.
Ich schmecke nichts.